Früherer DDR-Nationalspieler Günther Wirth verstorben

Früherer DDR-Nationalspieler Günther Wirth verstorben

Der frühere DDR-Nationalspieler Günther Wirth ist tot. Wie sein Enkel Thomas Wirth der Deutschen Presse-Agentur bestätigte, erlag der 28-malige DDR-Nationalspieler von Motor Oberschöneweide und des ASK Vorwärts Berlin im Alter von 87 Jahren bereits am 13. November einer langen schweren Krankheit.

Der gebürtige Dresdner trug wegen seiner Tricks am Ball den Spitznamen «Wibbel». Das erste seiner 28 Länderspiele, in denen er insgesamt zehn Tore erzielte, absolvierte der Linksaußen noch als Spieler von Motor Oberschöneweide, einen der Vorläufer des 1. FC Union Berlin. Die beste Zeit seiner Karriere erlebte Wirth zwischen Ende 1954 und Herbst 1964 beim ASK Vorwärts Berlin. Mit der Armeemannschaft wurde er vier Mal DDR-Meister. Der Torjäger traf in seinen insgesamt 243 DDR-Oberligapartien 57 Mal.
Für die DDR-Auswahl erzielte Wirth am 19. Mai 1957 mit dem 1:1 beim 2:1-Erfolg gegen Wales vor 100 000 Besuchern in Leipzig das erste WM-Qualifikations-Tor für sein Land überhaupt. Für Union-Vorläufer Oberschöneweide kam Wirth 1952/53 auf 12 Tore in 32 Spielen im Oberhaus. Die Familientradition der Wirths bei Union setzten Sohn Peter und Enkel Thomas fort. Peter Wirth absolvierte zwischen 1978 und 1985 100 Pflichtspiele für die Eisernen. Thomas Wirth, der heute Physiotherapeut beim Regionalligisten VSG Altglienicke ist, spielte bis zur A-Jugend bei den Köpenickern.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 25. November 2020 10:50 Uhr

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