Polter lobt Jahre bei Union: «Unglücklich gelaufen am Ende»

Polter lobt Jahre bei Union: «Unglücklich gelaufen am Ende»

Sebastian Polter hat ungeachtet der Misstöne vor seinem Weggang die Zeit beim 1. FC Union Berlin als «die schönste» seiner Karriere bezeichnet. «Da geht es nicht nur um Erfolge. Ein Beispiel: Ich hatte dort mit einem Achillessehnenriss die größte Verletzung meiner Karriere, aber der Verein hat in jeder Sekunde hinter mir gestanden», sagte der 29-Jährige in einem Interview der «Nordwest-Zeitung Oldenburg» (Freitag).

Sebastian Polter

© dpa

Berlins Sebastian Polter sitzt nachdenklich am Spielfeldand.

Polter spielte in der Saison 2014/2015 und von Anfang 2017 bis diesen Sommer bei Union. In der Schlussphase der vergangenen Spielzeit, in der die Berliner ihre erste Saison in der Bundesliga mit dem vorzeitigen Klassenverbleib gekrönt hatten, durfte der Angreifer allerdings nicht mehr für den Club aus Köpenick auflaufen, sondern nur noch mittrainieren.
Ihm war von Union «unsolidarisches Verhalten» vorgeworfen worden, es war um einen finanziellen Beitrag in der Corona-Krise gegangen. Union und Polter verbreiteten unterschiedliche Darstellungen des Sachverhaltes. «Es ist unglücklich gelaufen am Ende. Zum Thema Gehaltsverzicht ist alles gesagt, da habe ich einen Strich drunter gemacht», sagte er in dem Interview.
Bei seiner Entscheidung, beim niederländischen Club Fortuna Sittard zu unterschreiben, habe er bewusst lange gewartet. Polter wollte sicher sein. «Es gab mehrere Anfragen, auch aus dem Ausland, aus Dubai, der Türkei und China. Da hätte ich deutlich mehr verdienen können. Aber das war mir noch zu früh, ich habe großen Ehrgeiz und habe mich für die sportlich reizvollste Aufgabe entschieden», sagte er.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 9. Oktober 2020 14:06 Uhr

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