Union holt Heidenheimer Andrich

Union holt Heidenheimer Andrich

Der 1. FC Union hat den nächsten Neuzugang unter Dach und Fach gebracht. Dagegen verstummt die Kritik an der Auswahl des neuen Hauptsponsors nicht.

Logo des 1. FC Union Berlin

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Das Logo des Berliner Clubs am Stadion. Foto: Christophe Gateau/Archivbild

Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin hat einen weiteren Neuzugang an Land gezogen. Einen Tag nach der Verpflichtung des dänischen U21-Nationalstürmers Marcus Ingvartsen vermeldete der Aufsteiger den Zugang von Mittelfeldspieler Robert Andrich. Der gebürtige Potsdamer kommt vom Zweitligisten 1. FC Heidenheim und erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022, der auch für die 2. Liga gültig ist.
«Mit Robert Andrich haben wir einen Mittelfeldallrounder verpflichtet, der in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung genommen hat. Er ist im Zentrum zuhause und kann sowohl offensiv als auch defensiv eingesetzt werden. Ich bin sicher, dass er auch den Sprung in die Bundesliga schaffen und eine wichtige Rolle in unserer Mannschaft spielen kann», sagte Union-Geschäftsführer Profifußball Oliver Ruhnert. Über die Ablösemodalitäten wurden keine Angaben gemacht.
Der 24 Jahre alte Andrich, der von 2003 an alle Jugendmannschaften von Hertha BSC durchlaufen hatte und 2013 in den Zweitliga-Kader der Berliner aufrückte, heuerte nach den Stationen Dynamo Dresden und Wehen-Wiesbaden in der vergangenen Saison in Heidenheim an. Nach vier Toren und drei Vorlagen in 27 Spielen erfolgt nun der Wechsel zu Union.
Während der Kader für die Bundesliga-Premierensaison Konturen annimmt, verebbt die Kritik am neuen Hauptsponsor Aroundtown nicht. Der ehemalige Manager des 1. FC Union, Christian Beeck, sieht in der Immobilienfirma als neuen Hauptsponsor des Berliner Fußball-Erstligisten «ein Problem für einen Verein, der sich eigentlich gegen Kommerz ausspricht».
Gerade vor dem Hintergrund Berlin mit einem großen Wohnmietproblem hält Beeck die Entscheidung des Aufsteigers für unglücklich: «Dass es manchem Fan nicht gefällt, ist logisch», sagte der ehemalige Union-Profi in einem Interview mit dem «Tagesspiegel» (Montag).
Beeck kann dabei verstehen, dass auch Union auf Geld angewiesen ist, bemängelt aber das konstante Verweisen auf eine Außenseiterrolle im Fußball-Business. «Dass man zur eigenen Kommerzstory nicht steht, kann ich nicht verstehen.» Denn auch Union sei ein «Bestandteil des Fußballzirkusses und damit genauso kommerziell wie alle anderen».
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 18. Juni 2019 08:37 Uhr

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