Union vor Duell mit Ex-Coach Keller: «Schwieriges Spiel»

Union vor Duell mit Ex-Coach Keller: «Schwieriges Spiel»

In der Rolle des Verfolgers fühlt sich Union Berlin schon die ganze Saison über sehr wohl. Mit dem Auswärtserfolg bei Holstein Kiel schütteln die Köpenicker einige Mitbewerber vorerst ab. Nun geht es gegen das Team des früheren Trainers.

MSV Duisburg - 1. FC Union Berlin

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Sebastian Andersson (2.v.l) jubelt mit Joshua Mees (l), Robert Zulj (3.v.l)), Grischa Prömel und Florian Hübner (r). Foto: Roland Weihrauch/Archiv

Berlin (dpa) - Die ersten Verfolger vorerst abgeschüttelt, die Aufstiegsfavoriten unter Druck gesetzt - nun will der 1. FC Union Berlin seine gute Ausgangslage im brisanten Duell mit seinem Ex-Trainer weiter verbessern. Nach zwei freien Tagen im Anschluss an das 2:0 bei Holstein Kiel beginnen die Köpenicker am Montagnachmittag die Vorbereitung auf die Partie der 2. Fußball-Bundesliga gegen den FC Ingolstadt und Coach Jens Keller.
«Es wird ein sehr schwieriges Spiel. Wir kennen Jens gut genug. Wir wissen, wie er die Burschen motiviert», sagte Union-Kapitän Christopher Trimmel mit Blick auf das Spiel am Freitag (18.30 Uhr/Sky). «Ingolstadt wird sicher auch taktisch sehr gut eingestellt sein. Es wird interessant.» Keller hatte die abstiegsbedrohten Ingolstädter im vergangenen Dezember übernommen - fast genau ein Jahr nach seinem Aus bei Union.
Die Berliner dürfen selbstbewusst in das Duell gehen. Zu Hause ist die Mannschaft von Trainer von Trainer Urs Fischer seit 19 Spielen ungeschlagen und inzwischen läuft es auch auswärts. In Kiel gab es den dritten Auswärtssieg der Saison und den zweiten in Serie.
Der Vorsprung auf Kiel konnte auf fünf Punkte ausgebaut werden, auch der 1. FC Heidenheim und der SC Paderborn sind fürs Erste distanziert. Der 1. FC Köln liegt noch vor Union, der Hamburger HSV muss am Montagabend in seinem Heimspiel gegen Greuther Fürth punkten, um wieder vorbeizuziehen. «Natürlich erhöht das den Druck auf Köln und Hamburg. Sie haben das Ziel ausgegeben, dass sie direkt aufsteigen wollen. Also liegt der Druck bei ihnen», sagte Innenverteidiger Florian Hübner. «Wir können sie ärgern. Das ist uns in Kiel ganz gut gelungen.»
Nach der Führung durch Felix Kroos kam die erlösende Entscheidung mit dem Treffer von Sebastian Andersson in der Nachspielzeit allerdings unnötig spät. Kiel setzte auf Ballbesitzfußball, kam allerdings nur selten in die torgefährliche Zone. Union wirkte letztlich einfach abgezockter. «Der Matchplan ist aufgegangen. Wir wussten das Kiel eine der spielstärksten Mannschaften der Liga ist. Wir wollten über den Kampf und die Laufbereitschaft ins Spiel finden», sagte Mittelfeldmann Grischa Prömel.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 3. März 2019 14:20 Uhr

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