Union stellt Rekordetat auf

Union stellt Rekordetat auf

Fußball-Zweitligist 1. FC Union Berlin ist nicht nur sportlich auf Kurs. Auf der Mitgliederversammlung präsentierte der Verein erneut positive Zahlen.

Dirk Zingler

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Der Präsident des 1. FC Union Berlin, Dirk Zingler (Archivbild)

Präsident Dirk Zingler vom Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin hat 48 Stunden nach dem beachtlichen 2:2 beim Hamburger SV positive Zahlen auf der ordentlichen Mitgliederversammlung verkündet. «Wir wachsen weiterhin in allen Bereichen und steigern unsere Erträge. Wir geben aber nicht mehr Geld aus, als wir einnehmen», sagte Zingler am Mittwochabend in der Ballsporthalle an der Hämmerlingstraße.
Im Geschäftsjahr 2017/18 betrugen die Gesamteinnahmen 43,978 Millionen Euro. Der Etat hatte damit erstmals in der Vereinsgeschichte die 40-Millionen-Marke überschritten. Ausgegeben haben die Köpenicker 43,783 Millionen Euro. Daraus ergibt sich ein Gesamtgewinn in Höhe von 195 000 Euro. Geplant waren ursprünglich 86 000 Euro. Das bereinigte negative Eigenkapital wurde auf 2777 Millionen abgebaut.
Für die laufende Saison 2018/19 rechnet Union mit Einnahmen von 47,076 Millionen Euro. Abzüglich der zu erwartenden Ausgaben von 47,006 Millionen Euro sollen 70 000 Euro Gewinn herausspringen. In Bezug auf die Lizenzspieler-Abteilung steigen die Ausgaben von 14,612 Millionen Euro (2017/18) auf 16,325 Millionen Euro (2018/19).
Baustofflogistiker Zingler, der seit 2004 als Vereinsoberhaupt fungiert, verwies auf über 3500 neue Mitglieder. Im Vergleich zum Vorjahr sind es nun 21 394 anstatt 18 535 eingetragene Fans. Die Anzahl der Sponsoren stieg von 395 auf 407. Ab Sommer 2019 sucht der Verein einen neuen Hauptsponsor. Layenbergers Drei-Jahres-Vertrag läuft aus. Layenberger verbleibt wohl im Sponsorenpool, geht aber sicher nicht mehr auf die Brust.
Mit seinem Zuschauerschnitt ist Union mit dem derzeitigen Fassungsvermögen des Stadions An der Alten Försterei von maximal 22 012 Besuchern am Limit. «Die Heimbereiche sind immer ausverkauft», sagte Zingler. In der vergangen Spielzeit kamen im Schnitt 21 223 Zuschauer, nach sieben Heimspielen in der Serie 2018/19 sind es derzeit durchschnittlich 21 295 Besucher. Deshalb hat der geplante Ausbau des Stadions auf insgesamt 37.000 Besucher weiter Vorrang.
«Wir werden das Stadion ausbauen und es sinnvoll finanzieren. Zeitlich wird es eine Herausforderung», erklärte Zingler: «Es ist ein Projekt für die nächsten Jahrzehnte des Vereins. Den Druck gegenüber der Verwaltung werden wir nicht herausnehmen.» Union erhofft sich weiter Baurecht für das Jahr 2019, auch wenn die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen dies für unrealistisch hält. «Wir wollen weiter in die Infrastruktur investieren und mittelfristig in die erste Bundesliga aufsteigen. Das geht aber nicht per Knopfdruck», meinte Zingler.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 29. November 2018 08:52 Uhr

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