DFB-Pokal: Union gewinnt in Jena

DFB-Pokal: Union gewinnt in Jena

Eine Halbzeit muss der 1. FC Union in Jena heftigen Widerstand brechen. Zweimal kommt der Drittligist nach einer Berliner Führung zurück. Doch der Zweitliga-Club aus der Hauptstadt spielt clever, der Schwede Hedlung entscheidet mit einem Tore-Doppelpack die Partie.

Jenas Dennis Slamar (r) und Berlins Felix Kroos

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Jenas Dennis Slamar (r) und Berlins Felix Kroos kämpfen um den Ball.

Der 1. FC Union zeigt sich zum Pokalauftakt eisern. Auch einige Patzer, ein Eigentor von Hauptdarsteller Christopher Trimmel und ein engagierter Drittligist Carl Zeiss Jena konnten den Einzug der Berliner in die 2. Runde des nationalen Fußball-Cups nicht verhindern. Am Ende hieß es 4:2 (3:2) für den Zweitligisten.
Die Gäste gingen am Sonntag durch den schwedischen Neuzugang Sebastian Andersson (14. Minute), einen Kopfball von Felix Kroos (29.) und einen verwandelten Foulelfmeter von Simon Hedlund (45.+5) dreimal in Führung. Mit seinem zweiten Treffer machte Hedlung (71.) alles klar. Der Gastgeber hatte durch ein Tor von Maximilian Wolfram (21.) und das Eigentor von Trimmel (42.) zweimal noch ausgeglichen.
Der Österreicher Trimmel spielte vor 10 600 Zuschauern im ausverkauften Jenaer Ernst-Abbe-Sportfeld eine Hauptrolle. Erst legte der neue Union-Kapitän dem 27-jährigen Stürmer Andersson zur Führung auf. Dann stand Trimmel zu weit weg, als eine Flanke von Dominik Bock in den Berliner Strafraum segelte und Wolfram einköpfte. In der Offensive flankte der Rechtsverteidiger dann wieder präzise zu Felix Kroos. Dessen Kopfball landete im Carl-Zeiss-Tor.
Kroos fiel nach der Toraktion allerdings mit dem Hinterkopf auf den Rasen, hatte zudem den Ellenbogen eines Gegenspielers abbekommen und wirkte benommen. Wenig später musste der ehemalige Union-Kapitän ausgewechselt werden. Kurz danach unterlief Trimmel das Selbsttor, als Union-Torhüter Rafal Gikiewicz einen scharfen Schuss von Phillip Tietz abwehrte und der Ball gegen seinen Verteidiger sprang.
Zum Matchwinner wurde schließlich der 25 Jahre alte Schwede Hedlung. Erst bestrafte er per Elfmeter ein Foul des Jenaers Guillaume Cros gegen Akaki Gogia. Dann spitzelte er unmittelbar nach einer Trinkpause den Ball nach einem Jenaer Fehler und einem schönen Pass von Grischa Prömel zur Entscheidung ins Netz.
Unter den rund 1500 mitgereisten Union-Fans jubelten auch ehemalige Pokalhelden wie Rainer Ignaczak, Harald Betke und Ralf Quest über Unions gelungenen Pokal-Auftakt. Die hatten vor 50 Jahren im FDGB-Pokalfinale den damaligen Meister Jena sensationell mit 2:1 bezwungen. Es ist bis heute der einzige nationale Titel der «Eisernen».
Die Berliner jubeln nach dem 1:0
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 20. August 2018