Union erwartet enges Spiel in Jena

Union erwartet enges Spiel in Jena

Vor 50 Jahren holte der 1. FC Union seinen bislang einzigen nationalen Titel gegen Jena. Nun wollen sich die Berliner im Duell mit dem Drittligisten keine Blöße geben. Union-Coach Urs Fischer kennt die Tücken des DFB-Pokals vom Fernsehstudium.

Ken Reichel

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Ken Reichel winkt beim Training.

Vor knapp sieben Wochen feierten die Fans des 1. FC Union Berlin beim Test gegen den FC Carl Zeiss Jena noch das 50-jährige Jubiläum des einzigen nationalen Titels ihres Vereins. In der ersten Runde des DFB-Pokals wird es gegen den Uralt-Rivalen nun ernst. Für die Neu-Auflage des FDGB-Pokalfinals von 1968 erwartet Union-Coach Urs Fischer am Sonntag (18.30 Uhr) ein enges Spiel. «Ich glaube, dass der Unterschied zwischen der 2. und 3. Liga nicht ganz so groß ist», sagte der 52-Jährige am Freitag. «Es bedarf einer sehr guten Leistung, um sich für die 2. Runde zu qualifizieren.»
Vor 50 Jahren hatten sich die Berliner im Finale von Halle 2:1 durchgesetzt. Im neu angesetzten Freundschaftsduell am 1. Juli trennten sich beide Teams im Stadion An der Alten Försterei mit 1:1. Fischer hat sein Team deshalb auf eine anspruchsvolle Aufgabe gegen den Siebtplatzierten der 3. Liga eingestellt - und kennt die Tücken des deutschen Cups auch aus dem Fernstudium. «Ich habe den DFB-Pokal in der Schweiz verfolgt», sagte der frühere Coach des FC Basel. «In der ersten Runde sind immer vier, fünf, sechs, sieben Mannschaften aus dem Oberhaus ausgeschieden. Das ist ein interessanter Wettbewerb.»
Das Ernst-Abbe-Sportfeld ist mit 10 600 Zuschauern bereits ausverkauft, 1500 Union-Fans sind in Ost-Thüringen dabei. Vor zwei Jahren stand Jena zuletzt in der ersten Hauptrunde, unterlag dem FC Bayern mit 0:5. «Gegen Union, das stark in die 2. Bundesliga gestartet und natürlich Favorit ist, rechnen wir uns natürlich größere Chancen aus», sagte FCC-Trainer Mark Zimmermann. «In einem Spiel von vielleicht zehn kann man Union schlagen.»
Die Berliner können dabei wieder mit den zuletzt angeschlagenen Ken Reichel und Manuel Schmiedebach planen. Die beiden Neuzugänge hatten sich beim 1:1 in der Liga beim 1. FC Köln am Montag leichte Blessuren zugezogen, sind laut Fischer aber fit. Ob er in Jena rotieren lässt, ließ der Schweizer offen.
Verzichten muss Fischer weiterhin auf die Verteidiger Fabian Schönheim (Knorpelschaden) und Marc Torrejon (Wadenprobleme) sowie die Offensivspieler Sebastian Polter (Achillessehnenriss) und Joshua Mees (Oberschenkelprobleme).
Fans von Union Berlin
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 17. August 2018 15:59 Uhr

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