Bundestrainer nach Mess-Chaos: «Das ist unsäglich»

Bundestrainer nach Mess-Chaos: «Das ist unsäglich»

Nach den Problemen im EM-Finale der Weitspringer hat sich Sprung-Bundestrainer Uwe Florczak für eine Änderung des Mess-Systems ausgesprochen.

Fabian Heinle

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Fabian Heinle wie er nach einem Sprung im Sand aufkommt. Foto: Hendrik Schmidt/Archiv

«Das ist unsäglich für uns, für die Athleten, die Trainer und auch die Zuschauer», sagte Florczak am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. «Man fühlt sich nicht mehr sicher. Es ist ja nicht nur in Berlin passiert, sondern auch schon vorher in Zürich oder London.»
Der vierte Versuch des späteren Silbermedaillengewinners Fabian Heinle war zunächst nur mit 7,77 Metern gemessen worden. Nach einem Protest wurde die Weite später auf 8,02 Meter korrigiert. Damit wäre der Athlet des VfB Stuttgart zwischenzeitlich in Führung gegangen und hätte seinen nächsten Versuch ausgelassen. Es habe sich nicht um einen Messfehler, sondern einen Bedienfehler gehandelt, sagte Florczak über den Wettkampf bei schwierigen Lichtverhältnissen. «Sie haben Schatten gemessen.» Mehrere Athleten beklagten, dass aus ihrer Sicht zu kurze Weiten gemessen worden seien.
Der Bundestrainer schlug vor, bei der elektronischen Messung wie in der Vergangenheit auch wieder den Messpunkt im Sand abzustecken. «Damit wäre mir deutlich wohler», sagte Florczak, Leitender Bundestrainer für Drei-, Weit- und Hochsprung. Mit zweimal gesprungenen 8,13 Metern wurde der 24 Jahre alte Heinle Zweiter hinter dem Griechen Miltiadis Tentoglou, der 8,25 Meter sprang.
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