Gute Nachrichten: Hertha und Matheus Cunha wollen Neuanfang

Gute Nachrichten: Hertha und Matheus Cunha wollen Neuanfang

Einen Kniefall vor Bruno Labbadia kann sich Matheus Cunha vermutlich sparen.

Matheus Cunha

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Matheus Cunha lächelt.

Mit seinem per Instagram dokumentierten klassischen Heiratsantrag an Freundin Gabriela vor dem Weihnachtsbaum hat der bei Hertha BSC zuletzt umstrittene Brasilianer erstmal wieder für schöne Bilder und Schlagzeilen gesorgt. Davon gab es beim Berliner Fußball-Bundesligisten zuletzt ziemlich wenige.
Wenn Trainer Labbadia am Montag (28. Dezember 2020) seine Spieler nach den obligatorischen Corona-Tests zum ersten Training nach der kurzen Weihnachtspause wieder versammelt, dürfte das zuletzt ramponierte Verhältnis des Coaches mit seinem sportlich schwächelnden Offensivtalent aber noch eine Rolle spielen. Als «unterirdisch» und als «No Go» hatte Labbadia den lustlosen Auftritt Cunhas beim 1:4 in Freiburg bezeichnet.
Die Sehnsucht ist groß bei der Hertha, endlich wieder Erfolge feiern zu können. Ob die kurze Festtagspause reicht, um die Köpfe frei zu bekommen, wird sich zeigen müssen. Fünf Tage bleiben Labbadia, um die Berliner auf den Neubeginn 2021 mit dem Duell gegen den Sieglos-Krisenclub Schalke 04 am Samstag (18.30 Uhr/Sky) im Olympiastadion vorzubereiten. Ein Ausrutscher gegen Königsblau würde die Stimmungslage bedenklich werden lassen. Nach nur 13 Punkten aus 13 Spielen und Platz 14 mit nur drei Zählern Vorsprung auf die Abstiegszone ist da schon wieder ein Hauch von Existenzkampf.
Die klare Zielvorgabe für den Jahresauftakt mit sechs Liga-Partien im ersten Monat hatte der neue Hertha-Boss Carsten Schmidt schon vor den Festtagen vorgegeben. «Im Januar muss gepunktet werden», sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der «Bild»-Zeitung und gab auch ein Signal an Labbadia: «Wir sind mit der Punkteausbeute und dem aktuellen Tabellenstand maximal unzufrieden. Und auch mit der Art und Weise, wie wir in den letzten zwei Begegnungen gespielt haben. Das muss sich jetzt dringend ändern.»
Wie Matheus Cunha auf die ungewöhnlich harsche öffentliche Schelte des Trainers reagiert, bleibt abzuwarten. Vor den Festtagen war für eine Aufarbeitung keine Zeit mehr. Dafür bestimmte der 21-Jährige auch die öffentliche Wahrnehmung des Hauptstadt-Clubs in der Weihnachtswoche mit seinem laut Verein abgesprochenen, angesichts der klaren Corona-Auflagen aber merkwürdig anmutenden Familienausflug im Privatjet nach Zermatt. Die Behandlung der schmerzenden Leiste in den Schweizer Bergen verlief immerhin offenbar reibungslos schnell.
«Erstes Weihnachten mit dem Mini. Trotz schwieriger Zeiten und viel Kampf wünschen wir Ihnen allen ein schönes Weihnachtsfest», schrieb der Brasilianer zu einem Familienfoto mit Partnerin und Sohn bei Instagram. Am Wochenende war er dann in Shorts auf Knien vor seiner Freundin und künftigen Frau Cunha in sozialen Netzwerken zu sehen.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 28. Dezember 2020 08:13 Uhr

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