Hertha: Keine Länderspielabstellungen bei Quarantäne-Pflicht

Hertha: Keine Länderspielabstellungen bei Quarantäne-Pflicht

Fußball-Bundesligist Hertha BSC wird im Fall einer Quarantäne-Pflicht bei einer Rückkehr aus Risikogebieten keine Profis für die kommenden Länderspiele abstellen.

Hertha-Manager Michael Preetz

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Hertha-Manager Michael Preetz kommt zu einer Mitgliederversammlung des Vereins.

Das machte Manager Michael Preetz bei der Pressekonferenz des Berliner Bundesligisten am Donnerstag deutlich. «Wenn das Gesundheitsamt Charlottenburg ähnlich verfügen würde, würden wir auch so reagieren», sagte Preetz zum Vorgehen von Werder Bremen, das wegen der Regularien in der Hansestadt im November keine Nationalspieler abstellen will.
Derzeit genügt für Hertha-Profis allerdings ein negativer Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, um nach der Rückkehr nach Berlin wieder mit dem Team trainieren zu dürfen. Daher werde man «wenn auch schweren Herzens» seine Spieler nach derzeitiger Lage abstellen, merkte Preetz an.
Gleichzeitig monierte der 53-Jährige erneut die regional unterschiedliche Auslegung. «Es gibt nicht nur keine einheitliche Regelung im Land, auch in Berlin ist es für Bundesligisten unterschiedlich, das ist die Situation, die wir haben. Im Föderalismus ist das so», sagte Preetz.
Im September hatte die Hertha auf Stürmer Krzysztof Piątek wegen der damals in Berlin gültigen Quarantäne-Regeln beim Pokalspiel in Braunschweig (4:5) verzichten müssen. Mittlerweile erlaubt der Weltverband FIFA den Clubs eine Verweigerung der Abstellung, wenn die zuständigen Behörden eine fünftägige Quarantäne vorschreiben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 5. November 2020 15:23 Uhr

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