Labbadia spürt Kater: «Es ist noch lange nicht zementiert»

Labbadia spürt Kater: «Es ist noch lange nicht zementiert»

Nach dem gesicherten Klassenverbleib, aber auch nach zwei Niederlagen nacheinander fordert Bruno Labbadia von den Profis von Hertha BSC im Saisonendspurt noch mehr Kompaktheit und Konsequenz im Spiel. «Wir müssen noch mehr zusammenrücken», erklärte der Trainer des Berliner Fußball-Bundesligisten am Tag nach dem 1:4 gegen Eintracht Frankfurt angesichts weiterer Personal-Auffälle. «Wir haben von sechs Spielen fünfeinhalb gute Spiele gemacht mit einer Topordnung und hoher Bereitschaft. Vor allem haben wir guten Fußball gespielt», sagte Labbadia: «Das wollen wir weiter machen.»

Bruno Labbadia

© dpa

Herthas Trainer, Bruno Labbadia.

Die Verantwortlichen bei Hertha seien sich schon im Klaren, dass die Mannschaft noch vor einem «extrem langen Weg» steht, um in der deutschen Fußball-Topliga weiter oben mitzuspielen. «Weil wir wissen, es ist noch lange nicht zementiert», betonte Labbadia. Allerdings hätte er bei seinem Amtsantritt mitten in der Corona-Pause auch «glatt unterschrieben», dass die lange in unteren Bereichen festhängende Hertha schon drei Spieltage vor Saisonende gerettet ist. Mit zehn Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone ist das Thema durch.
Dennoch hat Labbadia nach dem Rückschlag gegen Frankfurt einen «Kater» gespürt, «obwohl ich nichts trinke», weil er immer gewinnen will. «Es wäre aber ein Wunder, wenn alles schon so drin wäre. Wenn kleine Mosaiksteinchen ausfallen, bekommen wir Probleme, weil es noch nicht so gefestigt ist. Das habe ich genauso nach Erfolgen gesagt.» Zudem zeige sich jetzt die Auswirkung der neun Wochen Pause wegen der Corona-Pandemie und der nur eine Woche Teamtraining vor dem Wiederbeginn. «Ich habe vor dem Restart gesagt, dass es absoluter Wahnsinn ist», bemerkte Labbadia.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 14. Juni 2020 13:58 Uhr

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