1980: Herthas höchste Heimpleite - HSV höchster Auswärtssieg

1980: Herthas höchste Heimpleite - HSV höchster Auswärtssieg

Die höchste Heimniederlage von Hertha BSC in der Fußball-Bundesliga zog vor 40 Jahren den späteren Abstieg nach sich. «Wir waren zu blöd, ein Tor zu schießen. Dann ist es nachher am Torverhältnis gescheitert», sagte der damalige Hertha-Torwart Wolfgang Kleff der Deutschen Presse-Agentur zur 0:6-Niederlage gegen den Hamburger SV am 5. April 1980. Für den HSV ist es dagegen auch heute noch der höchste Auswärtserfolg, den die Hanseaten noch drei Mal wiederholen konnten.

Ehemaliger Hertha-Torwart Wolfgang Kleff

© dpa

Der ehemalige Hertha-Torwart Wolfgang Kleff.

Die letzten drei Tore fielen in dem Nachholspiel des 21. Spieltages am damaligen Karsamstag in den letzten sechs Minuten. In der Endabrechnung musste Hertha nach dem 34. Spieltag mit der um zwei Tore schlechteren Tordifferenz gegenüber Bayer Uerdingen den Gang in das Unterhaus antreten.
Den letzten Treffer in der 87. Minute erzielte Jürgen Milewski. Der Stürmer hatte bei der 1:5-Niederlage der Berliner in der Hinrunde noch das Hertha-Trikot getragen und hatte zwiespältige Gefühle. «Zum einem habe ich mich für meine Mannschaft gefreut. Zum anderen hatte ich eine gewisse Traurigkeit und Mitgefühl für Hertha, zu der die Beziehung noch präsent war», sagte der heute 62-Jährige, der als Spielerberater tätig ist.
Während Hertha den Gang in die Zweitklassigkeit antrat, verpasste das damalige Starensemble um Kevin Keegan, Felix Magath, Manfred Kaltz in dieser Saison zwar die Titelverteidigung. Doch mit den Meisterschaften 1982 und 1983 sowie dem Triumph 1983 im Europapokal der Meister folgte bald die beste Ära der Vereinsgeschichte.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 3. April 2020 07:39 Uhr

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