Ondrej Duda setzt auf Déjà vu

Ondrej Duda setzt auf Déjà vu

Im vergangenen Jahr bedeuteten die beiden Treffer «auf Schalke» für Ondrej Duda eine Initialzündung bei Hertha. Vor dem dritten Spieltag hofft Hertha-Trainer Ante Covic, dass der slowakische Nationalspieler erneut Glanzlichter setzt.

Ondrej Duda

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Berlins Ondrej Duda (l) kämpft gegen John Anthony Brooks von VfL Wolfsburg um den Ball.

Ondrej Duda von Hertha BSC setzt auf den Wiederholungseffekt. Vor rund einem Jahr ging der Stern des Berliner «Königstransfers von 2016» nach zwei Jahren Wartezeit auf. Beim 2:0-Auswärtssieg gegen den FC Schalke 04 hatte er beide Treffer erzielt. Der Mittelfeldspieler schloss die Spielzeit als bester Scorer des Berliner Fußball-Bundesligisten ab und verlängerte anschließend seinen Vertrag.
«Anfangs war es nicht immer ganz leicht für mich», sagte der slowakische Nationalspieler, der die ersten zwei Jahre auch verletzungsbedingt nicht in Tritt kam, «aber inzwischen fühle ich mich bei Hertha und in Berlin richtig wohl». Duda genießt derzeit «alles, was gerade um ihn herum» passiert. Vor dem erneuten Aufeinandertreffen setzt der 24-Jährige auf ein Déjà vu als Initialzündung wie die gesamte Mannschaft überhaupt, die aus den ersten beiden Spielen bei Bayern München (2:2) und gegen den VfL Wolfsburg (0:3) lediglich einen Punkt herausholte.
«Ondrej muss sich unterm Strich mit einem Tor belohnen. Für die Spieler ist es wichtig, wenn ihr Name auf der Anzeigetafel steht. Gegen Wolfsburg war er schon nah dran», meinte Hertha-Trainer Ante Covic über die Szene in der ersten Minute am vergangenen Sonntag, als der Techniker im Strafraum zu Fall gebracht worden war, der Schiedsrichter nach der Auswertung des Videobeweises aber keinen Elfmeter gegeben hatte. Sechs Tage später hofft Covic deshalb auf einen erneuten Glanztag von Duda «auf Schalke» - einschließlich der Belohnung mit einem Treffer.
Der Berliner Trainer, der ebenso wie Schalke-Coach David Wagner seine ersten beiden Bundesliga-Spieltage an der Seitenlinie verbrachte, fordert Dudas Mitspieler auf, «Ondrej wie gegen Wolfsburg gut ins Spiel zu setzen» und Möglichkeiten zu kreieren. Dass diese kommen werden, daran hegt Covic keine Zweifel. Auch wenn er sein Gegenüber noch nicht persönlich kennengelernt hat, erwartet Covic im Spiel der Tabellennachbarn «keine großen Unbekannten» und möchte im Duell der beiden Trainernovizen in der Bundesliga mit drei Punkten im Gepäck die Heimreise antreten.
Ob bei der Ankunft in Berlin dann auch noch ein neuer Spieler das Team begrüßt, schließt Covic nicht völlig aus. «Auf Anhieb kann ich es nicht sagen. Das ist wie bei Dominosteinen, wenn einer fällt, dann gehen 20 hinterher. Die Transfers in der letzten Minute waren in der Vergangenheit gar nicht so schlecht bei uns. Wir sind permanent hellwach, wenn sich was ergibt.»
Auch Hertha-Manager Michael Preetz bleibt bis zur Schließung des Transferfensters am 2. September in gespannter Haltung. «Wir beobachten den Markt von beiden Seiten.» Denn auch mögliche Abgänge oder Leihen von Alexander Esswein, Pascal Köpke oder Palko Dardai und Maurice Covic stehen noch für die kommenden Tage im Raum, so der frühere Angreifer: «Lassen wir uns überraschen.»
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 30. August 2019 13:15 Uhr

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