Hertha neuer Angstgegner der Top Drei: Dardai stolz

Hertha neuer Angstgegner der Top Drei: Dardai stolz

Hertha BSC hat eine bemerkenswerte Bilanz. Gegen die drei Top-Teams aus Dortmund, München und Gladbach haben die Berliner in dieser Bundesliga-Saison noch nicht verloren. Bei den Gladbachern gelingt ihnen ein weiterer bemerkenswerter Erfolg.

Luftzweikampf

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Gladbachs Matthias Ginter (r) und der Berliner Davie Selke kämpfen um den Ball. Foto: Federico Gambarini

Auch der heftige Regen im Berliner Olympiapark konnte das Lächeln nicht aus dem Gesicht von Pal Dardai vertreiben. «Da kann man eine bisschen stolz sein», sagte der Cheftrainer von Hertha BSC am Tag nach dem 3:0-Coup seiner Mannschaft bei der überrumpelten Borussia in Mönchengladbach. Es sei das beste Auswärtsspiel in seiner Amtszeit gewesen - und die dauert schon vier Jahre. Den Entwicklungsschritt seines Teams gerade im Konterspiel habe man deutlich gesehen, erklärte Dardai.
Borussia Mönchengladbach musste am 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga die erste Heimschlappe überhaupt hinnehmen, auch das sagt viel über den couragierten Auftritt der Berliner. «Natürlich kannst du mit besserer Stimmung nach Hause gehen und schlafen. Die ganze Sache ist angenehm», bemerkte Dardai: «Trotzdem müssen wir weiterarbeiten.»
Mit 31 Punkten ist Hertha wieder bis auf zwei Zähler an die Europacup-Plätze herangerückt. Die Mannschaft werde in der kommenden Saison in der Europa League dabei sein, die «am konstantesten spielt», unterstrich Dardai: «Jeder macht Fehler. In der Bundesliga kann jeder jeden schlagen.» Der Ungar sprach von «ähnlichen Mannschaften», die wie Hertha noch nach Stabilität suchen. Einige Teams wie Wolfsburg, Hoffenheim und Bremen lauern. «Von den Mannschaften musst du die erste sein», sagte Dardai.
Die Spieler durften sich zunächst erst einmal ausgiebig über den ersten Hertha-Sieg in Gladbach seit zehneinhalb Jahren freuen. Salomon Kalou (30. Minute), Ondrej Duda (56.) und Davie Selke (76.) hatten die Gladbacher Fans unter den 48 289 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften Borussia-Park regelrecht geschockt. Von Mattheit nach dem Pokal-K.o. gegen die Bayern war nichts zu spüren. «Vielleicht weil wir 120 Minuten gespielt haben, sind wir wieder frisch geworden», erklärte Kalou mit einem Grinsen. Der 33-Jährige traf gegen Gladbach schon zum sechsten Mal.
«Der Sieg ist ein Ausrufezeichen», sagte Routinier Fabian Lustenberger, der wie Jordan Torunarigha und Lukas Klünter in die Startelf rotiert war. Selke sprach von einem «perfekten Nachmittag», Marko Grujic von einem «unglaublichen Ereignis». Der Angreifer bekam ein Extralob von Dardai, speziell für seine Torvorbereitung: «Das ist seine Stärke, wenn die Räume da sind: Wenn Davie weg ist, ist er weg. Ihn kann keiner halten, wenn er den Turbo ausgepackt hat.»
Bemerkenswert ist auch, dass Hertha eine spezielle Serie fortsetzte: Die Berliner haben als einziges Team in der höchsten deutschen Spielklasse gegen die Top Drei in dieser Saison noch nicht verloren. Weder Borussia Dortmund, noch Bayern München konnten das Hauptstadt-Team bezwingen. Die Gladbacher, mit am Samstag mit einem 13. Heimerfolg nacheinander einen Clubrekord aufgestellt hätten, kassierten gleich zwei Niederlagen gegen Berlin.
Am 23. Spieltag bei den Bayern und in der 26. Runde zu Hause gegen Tabellenführer Dortmund kommt die Serie wieder auf den Prüfstand. Doch eigentlich für viel wichtiger hält Dardai die Partien zwischendurch wie am kommenden Samstag zu Hause gegen Werder Bremen: «Du musst nach einem Sieg wieder gewinnen.»
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 10. Februar 2019 20:41 Uhr

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