Zwei Niederlagen: Hertha nur Vierter in Düsseldorf

Zwei Niederlagen: Hertha nur Vierter in Düsseldorf

0:1 gegen Gladbach, 1:3 gegen Gastgeber Fortuna: Beim Turnier in Düsseldorf zeigt Hertha BSC noch keine Rückrundenform.

Dennis Jastrzembski und Matthias Zimmermann

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Berlins Dennis Jastrzembski und Düsseldorfs Matthias Zimmermann (l-r.) im Zweikampf um den Ball.

Hertha BSC hat die Generalprobe für den Rückrundenstart in der Fußball-Bundesliga verpatzt. Die Berliner kamen am Sonntag nach zwei Niederlagen beim Telekom Cup in Düsseldorf nur auf den vierten und letzten Platz des Kurz-Turniers.
Trainer Pal Dardai setzte in den jeweils 45-minütigen Test-Partien auf komplett unterschiedliche Startformationen: Die Elf mit zahlreichen Stammspielern um Kapitän Vedad Ibisevic verlor zunächst im Halbfinale mit 0:1 gegen Borussia Mönchengladbach.
Das zweite Team, das vor allem aus Reservisten und zuletzt angeschlagenen Spielern bestand, nutzte seine Chance anschließend beim 1:3 gegen Gastgeber Fortuna ebenfalls nicht. «Wir haben gesehen, wo wir stehen», sagte Dardai. «Es ist gut, die Ansprüche kommen runter. Die Köpfe einiger Spieler waren verdreht. Wir müssen wieder bescheiden sein, fleißig arbeiten und mehr Gier und Siegeswillen zeigen.»
Die Berliner starten am 20. Januar beim Tabellenletzten 1. FC Nürnberg in die zweite Halbserie. «Man hat gesehen, dass wir bis zum Rückrundenauftakt noch eine Menge zu trainieren haben», sagte Geschäftsführer Michael Preetz.
Gegen Gladbach bot Dardai eine Abwehrformation mit den drei Innenverteidigern Niklas Stark, Fabian Lustenberger und Jordan Torunarigha auf. Das kombinationssichere Angriffsspiel der Borussia stellte die Berliner vor einige Probleme. Der belgische Fußball-Nationalspieler Thorgan Hazard erzielte mit einem Fernschuss direkt unter die Latte in der fünften Minute das einzige Tor. «Kategorie Traumtor», kommentierte Preetz bei Sat1. Anschließend retteten Torunarigha (15.) und Lustenberger (19.) in höchster Not.
Im Sturm kamen Davie Selke und Ibisevic zum Zuge. Gegen Herthas Kapitän und Ondrej Duda vereitelte Gladbachs Torwart Tobias Sippel nach knapp einer halben Stunde die größte Möglichkeit der Berliner zum Ausgleich. «Es gibt Momente, mit denen ich zufrieden war und Momente, mit denen ich nicht zufrieden war», sagte Dardai bei Sat1. «Gladbach hat verdient gewonnen, aber Chancen waren auch für uns da. Ein Elfmeterschießen wäre schön gewesen, weil wir bald gegen Bayern München spielen.»
Den Gefallen einer Übungseinheit für ein mögliches Elfmeterschießen im Pokal-Achtelfinale Anfang Februar taten ihm seine Spieler auch in der zweiten Partie nicht. Zwar nutzte Pascal Köpke das Geschenk von Ex-Hertha-Keeper Jaroslav Drobny, der den Ball direkt in die Füße von Salomon Kalou spielte, in der dritten Minute eiskalt aus. Die Düsseldorfer Kenan Karaman (11.) und Marvin Ducksch (23./Foulelfmeter/32.) drehten die Partie jedoch.
«Ich will gute Einzelleistungen sehen», hatte Dardai für die Partie gegen Fortuna von seinen Ersatzspielern gefordert. Damit sollten diese ihm die Entscheidung der Personalauswahl für den Pflichtspielauftakt möglichst schwer machen. Diese Chance nutzte allerdings keiner.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 14. Januar 2019 08:36 Uhr

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