Preetz vor Hertha-Rückrunde: «Keine Zufriedenheit aufkommen»

Preetz vor Hertha-Rückrunde: «Keine Zufriedenheit aufkommen»

Eine Tendenz bei Hertha BSC macht Michael Preetz vor dem Rückrunden-Start «Sorge». In bestimmten Spielen fehlte es aus Sicht des Geschäftsführers an Mentalität. Abseits des Felds macht ihm eine Entwicklung Hoffnung.

Michael Preetz

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Berlins Manager Michael Preetz steht vor dem Spiel im Stadion. Foto: Swen Pförtner/Archiv

Berlin (dpa) - Michael Preetz hat die Profis von Hertha BSC vor der Rückrunde der Fußball-Bundesliga zu größerer Wachsamkeit auch in starken Phasen der Saison aufgefordert. «Es darf keine Zufriedenheit aufkommen, wenn wir mal zwei oder drei Spiele hintereinander gewinnen. In dem Moment, wo es scheinbar gut geht, haben wir noch nichts erreicht», sagte der Geschäftsführer des Berliner Clubs der «Berliner Zeitung» und dem «Berliner Kurier» (Silvester-Ausgabe). «Es muss der Reflex einsetzen, dass man jetzt richtig loslegen will und das Gaspedal durchdrücken muss.»
Nach Siegen über Borussia Mönchengladbach und den FC Bayern lag der Hauptstadtclub zeitweise auf Platz drei der Tabelle. Vor allem gegen vermeintlich schwächere Teams leistete sich die Mannschaft von Trainer Pal Dardai aber immer wieder Aussetzer und dabei drei Spiele, «die mir wirklich Sorgen bereitet haben, weil wir da nicht die Mentalität gezeigt haben, dass wir unbedingt alles erreichen wollen», sagte Preetz mit Blick auf die Auswärtsniederlagen in Düsseldorf (1:4), Stuttgart (1:2) und Leverkusen (1:3). «Wir hätten mehr erreichen können, als wir es getan haben. Ich will, dass wir lernen, in solchen Momenten zuzupacken.»
Hertha startet am 20. Januar beim Tabellenletzten 1. FC Nürnberg in die Rückserie und liegt derzeit als Achter drei Punkte hinter den Europapokalplätzen.
Mit Blick auf das Verhältnis zwischen Club und aktiver Fanszene betonte Preetz, dass in der Vergangenheit auf beiden Seiten «Fehler gemacht worden» seien. Nach längerer Zeit gibt es wieder einen Dialog beider Parteien. «Wir wollen unbedingt aufarbeiten, was in den vergangenen zwei Jahren aufgelaufen ist, und Dinge ausräumen - soweit es geht», sagte Preetz und äußerte die Hoffnung, «dass sich das Verhältnis deutlich verbessert.» Teile der Fans stehen der Ausrichtung des Vereins beispielsweise in der ausgeprägten Digitalstrategie kritisch gegenüber.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 1. Januar 2019 12:51 Uhr

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