Hertha BSC erhält Julius-Hirsch-Preis zum zweiten Mal

Hertha BSC erhält Julius-Hirsch-Preis zum zweiten Mal

Hertha BSC wird im Kampf für das besondere Engagement im Kampf gegen Antisemitismus und Diskriminierung mit dem Julius Hirsch-Preis ausgezeichnet. Nach 2012 wird der Berliner Fußball-Bundesligist schon zum zweiten Mal ausgezeichnet. «Aufgrund der Vielfalt und Qualität der Bewerbungen zeichnet die Jury nur in Ausnahmefällen Preisträger noch mal aus, doch das Berliner Engagement hat eine beeindruckende Erweiterung und Vertiefung erfahren», sagte Olliver Tietz, Projektleiter für die Vergabe des Preises.

Hertha-Coach

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Hertha-Coach Pal Dardai feiert mit seinen Spielern den Sieg gegen Bayern. Foto: Soeren Stache

Das Projekt «Aus der eigenen Geschichte lernen» gibt es bei Hertha BSC seit 2015. Seitdem setzen sich Anhänger des Clubs gemeinsam mit dem Fanprojekt der Sportjugend, der Sportschule im Olympiapark Poelchau-Schule und der Fanbetreuung mit der Geschichte ihres Vereins auseinander. 2016 fand eine Fahrt von Hertha-Fans in die KZ-Gedenkstätte Auschwitz statt. Zudem gab es historische Stadionführungen, Zeitzeugengespräche und die Spurensuche zum ehemaligen jüdischen Mannschaftsarzt Dr. Hermann Horwitz und des ehemaligen Vereinsmitglieds Eljasz Kaszke.
Seit 2005 verleiht der Deutsche Fußball-Bund den Preis zum Andenken an den von den Nazis im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordeten deutsch-jüdischen Fußball-Nationalspieler Julius Hirsch (1892 - 1943) und an alle, insbesondere die jüdischen Opfer des nationalsozialistischen Unrechtsstaates. Die aktuellen Preisträger - neben Hertha gehören in diesem Jahr der SC Aleviten Paderborn und das Fanprojekt Bochum zu den Gewinnern - werden auf einer Gala am 18. November im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund geehrt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 3. Oktober 2018