Hertha kehrt «traurig» aus Schalke zurück

Hertha kehrt «traurig» aus Schalke zurück

Nach den Coups von München und Leverkusen blieb die nächste Auswärts-Überraschung bei einem Großen aus.

Pal Dardai

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Pal Dardai. Foto: Ina Fassbender

Hertha kam bei Schalke über ein 0:1 nicht hinaus. Jetzt müssen die Berliner im Olympiastadion gegen Freiburg punkten. Eine kleine Unachtsamkeit hat gereicht. Hertha BSC gelang nach dem 2:0 in Leverkusen und dem 0:0 in München nicht die Fortsetzungs-Geschichte der Auswärts-Überraschungen. Das 0:1 (0:1) beim neuen Tabellen-Zweiten Schalke 04 «macht und ein bisschen traurig», sagte Hertha-Trainer Pal Dardai nach der etwas unglücklichen Niederlage des Tabellen-Elften, der jetzt nach zwei Auswärtsspielen hintereinander am kommenden Samstag den SC Freiburg empfängt und drei Punkte fest eingeplant hat. Aber diese Rechnung ging zuletzt nach dem Leverkusen-Coup auch gegen den Abstiegs-Kandidaten Mainz 05 im Olympiastadion gründlich daneben.

Dardai: "Hätten einen Punkt verdient"

«Einen Punkt hätten wir eigentlich verdient», meinte Dardai nach der zehnten Pleite auf Schalke in Serie. Seit dem 0:0 im September 2005 wartet Hertha dort auf einen Punktgewinn. Die im Angriff schwache Hertha - im dritten Spiel in Serie gelang kein einziger Treffer - hatte laut Dardai «gut mitgehalten» und war im zweiten Abschnitt vor 61.578 Zuschauern in der Veltins-Arena «dominant». Aber das Tor trafen sie nicht. Davi Selke (12.), Niklas Stark (14.) und Valentino Lazaro (60.) vergaben Großchancen.

Schalke-Trainer nennt Hertha "ekliges Team"

Stattdessen trafen die Minimalisten aus Gelsenkirchen in der 37. Minute durch Marko Pjaca. Danach lief bei den Gastgebern, die die Champions League anpeilen, nicht mehr viel. Im zweiten Durchgang schossen sie nicht einmal aufs Tor. «Hertha hätte etwas mitnehmen können», meinte auch Schalke-Trainer Domenico Tedesco, der die Berliner als «ekliges Team» einstufte, was offensichtlich als Kompliment gemeint war.

Schalkes Matchplan ging auf

Schalkes Trainer hatte den Gegner im Vorfeld eingehend studiert und sich einen Matchplan zurechtgelegt. «Immer wenn der Gegner mehr Ballbesitz hatte, hat Hertha gepunktet. Wir hatten heute 51 Prozent Ballbesitz und haben trotzdem gewonnen», meinte Tedesco nach der von der Taktik geprägten Partie. Nach der Führung begnügte sich der Revierclub damit, den knappen Vorsprung gegen die defensiv starken Berliner, die mit mehr Risikobereitschaft weiter hätten kommen können, aus Angst vor Kontern über die Zeit zu retten.

Berliner Stürmer müssen sich steigern

Die Sturmschwäche in Berlin ist längst erkannt. «In der Rückrunde haben wir zu wenig Tore erzielt. Daran müssen wir in den nächsten Wochen arbeiten», bemängelte Stark, der das 1:0 auf dem Fuß hatte. Nach den Statistiken seien die Altmeister Vedad Ibisevic und Salomon Kalou nach wie vor die Treffsichersten, «die anderen müssen sich steigern», sagte Dardai nach dem Auslaufen am Sonntag. «Die nächsten Spiele sind wichtig», das Hertha-Ziel der 40 Punkte zu erreichen.

Herthaner sind gegen Freiburg optimistisch

Obwohl sie mit leeren Händen dastanden, wollten die Hauptstädter auch Positives aus Schalke mitnehmen. «Es ist uns wieder mal gelungen, zu zeigen was wir können; auch gegen eine gute Mannschaft wie Schalke. Das nehmen wir mit in die kommenden Wochen», sagte Fabian Lustenberger, der trotz gebrochenen Nasenbeins spielte. «Wenn wir wieder den Mut haben und jeder gut mitspielt, werden wir das Spiel gewinnen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir jetzt zu Hause wieder verlieren», sagte Dardai vor der Freiburg-Partie und denkt an Mainz.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 5. März 2018 10:15 Uhr

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