Dardai vor Umbau der Hintermannschaft

Dardai vor Umbau der Hintermannschaft

Unglückliche 0:2-Niederlage, dazu Verletzungen von Kraft und Langkamp: Viel schlimmer hätte der Ausflug nach Wolfsburg für Hertha BSC nicht enden können.

Herthas Trainer Pal Dardai

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Herthas Trainer Pal Dardai ist vor dem Spiel in der Arena. Foto: Peter Steffen

Schon am Dienstag (22. September 2015) gegen Köln geht es weiter - Trainer Dardai steht vor großen Problemen in der Abwehr. Neben der unglücklichen 0:2 (0:0)-Niederlage von Wolfsburg schmerzt Hertha BSC besonders der Ausfall von Torhüter Thomas Kraft und Abwehrchef Sebastian Langkamp. Am Sonntag beim Auslaufen äußerte sich Hertha-Trainer Pal Dardai skeptisch über den möglichen Einsatz der beiden im nächsten Heimspiel am Dienstag (20:00 Uhr Olympiastadion) gegen den 1. FC Köln. Beim letzten Aufeinandertreffen im Olympiastadion hatten sich beide Teams 0:0 getrennt.
«Ich glaube, ich werde beide rausnehmen, um kein Risiko einzugehen», sagte Dardai, der vor dem kompletten Umbau seiner Hintermannschaft steht. Ein MRT am Montag soll letzte Klarheit geben, Kraft laboriert an einer Schulterverletzung, Langkamps rechtes Sprunggelenk ist geprellt. Für alle Fälle beorderte Dardai die zwei U23-Abwehrspieler Nico Beyer und Yanni Regäsel zum Training der Profis am Montag. «Wenn noch ein Verteidiger ausfällt, haben wir richtige Probleme», sagte der Coach.
Beim Vizemeister in Wolfsburg, wo die auf den elften Tabellenrang abgerutschten Herthanern vergeblich auf zwei Elfmeter-Pfiffe warteten, hatte Rune Jarstein Kraft in den zweiten 45 Minuten ersetzt. In seinem ersten Bundesliga-Einsatz seit 30. August 2014 machte der Norweger trotz der beiden Gegentreffer durch Bas Dost (75./88./Foulelfmeter) eine gute Figur.
«Rune ist sehr gut reingekommen, ich bin sehr zufrieden mit ihm», urteilte Dardai am Sonntag über den Kraft-Ersatz, der wohl auch am Dienstag zwischen den Pfosten stehen wird. Auch Manager Michael Preetz lobte den ehemaligen norwegischen Nationaltorhüter: «Ich habe keine Bauchschmerzen, wenn er am Dienstag spielt».
Ein Debüt nach über sechsmonatiger Verletzungspause gab auch Tolga Cigerci, mit dem Dardai zufrieden war. Vedad Ibisevic gab seinen Einstand in der Startelf. «Ich fühlte mich gut, auch in punkto Fitness war alles okay - nur ein Tor hat natürlich gefehlt», meinte der Bosnier, dem seiner Meinung nach «ein klarer Elfmeter» versagt blieb.
«Hätten wir den gekriegt, hätte vieleicht alles anders ausgesehen», meinte Dardai, der in Wolfsburg trotz der Niederlage und des verpassten Startrekordes mit zehn Punkten aus fünf Spielen viele positive Ansätze sah.
So ähnlich beurteilte auch Ibisevic, der am Dienstag als Sturmspitze den Vorzug gegenüber Salomon Salou bekommen könnte, die Leistungen seines neuen Teams. «Wir müssen das Positive mitnehmen und gegen Köln da weitermachen», sagte der aus Stuttgart gekommene einstige Torjäger. Dardai gab dem Tabellenvierten aus Köln «taktisch die Note eins», machte sich aber Mut: «Das ist ein Gegner, gegen den man gewinnen kann».
Ohne Kraft und Langkamp, den am Oberschenkel verletzten John Anthony Brooks und den nach seiner Schulter-OP kaltgestellten Rechtsverteidiger Peter Pekarik muss Dardai umbauen. Als Alternative stehen neben Jarstein Mitchell Weiser, der trotz seines Zehenbruchs in Wolfsburg spielte, und der ebenfalls eingesetzte Niklas Stark zur wieder Verfügung.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 21. September 2015 09:58 Uhr

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