LINK - lernen plus in der Bibliothek

Der Aktionsraum Kreuzberg Nordost ist ein sozialer Brennpunkt in Berlin, in dem zahlreiche Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Kulturen leben. Viele von ihnen sind insbesondere aufgrund mangelnder Sprach- und Lesekompetenz auf Hilfe beim Lernen und bei der Bewältigung der schulischen Anforderungen angewiesen.
Die gezielte Unterstützung dieser SchülerInnen während – aber auch außerhalb – des Unterrichts ist notwendig, um auf diesem Wege ihre Bildungs- und Zukunftschancen zu verbessern. Neben der intensiven Schulung der deutsche Sprache und sozialer Handlungskompetenzen wird dabei auch zunehmend die Förderung eines bewussten Umgangs mit den neuen Medien und Informationstechnologien wichtig

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Bild: Stb FK

Das Projekt Link- lernen PLUS in der Bibliothek wird kofinanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
Förderzeitraum: 1.2.2016 – 31.1. 2019

Ein zentrales Ziel des Projektes ist es, die Kreuzberger Bibliotheken längerfristig als wichtige Bildungsstandorte im Kiez etablieren. Ihre Kapazitäten sollen ausgebaut, modernisiert und so zukunftsfähig gemacht werden. Des Weiteren sollen im Zuge der Maßnahme die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Verhältnissen nachhaltig verbessert werden. In diesem Zusammenhang sollen im Modul „Lernhilfe“ u.a. längerfristige Lernpatenschaften zwischen Lernhelfern und SchülerInnen, in die – wenn möglich – auch die Eltern einbezogen werden sollen, aufgebaut werden. Schließlich sollen insbesondere die jüngeren Anwohner gezielt mit den gewachsenen Möglichkeiten der Mediennutzung vertraut gemacht werden – nicht zuletzt, um sie so als potentielle Bibliotheksbesucher an die selbstverständliche Nutzung der Bibliothek heranzuführen.

Projektmodule

I. Lernbetreuung
Es ist geplant, im Rahmen der Projektförderung die bereits seit 2006 in der Wilhelm-Liebknecht-Bibliothek etablierte nachmittägliche Lernbegleitung für die Kinder des Quartiers zu verstetigen. Während der Schulzeit soll Montag-Donnerstag 16-19 Uhr und Freitag 15-17 Uhr eine kostenlose Sprach- und Leseförderung inkl. Hausaufgabenbetreuung angeboten werden. Dieses Angebot soll auch in der Familienbibliothek Glogauer Str. aufgebaut werden.
II. Digitale Kompetenz
Im Rahmen dieses Projekt-Moduls sollen unterschiedlichen Anwendergruppen – unter Anleitung eines Medienpädagogen – insbesondere in die Nutzung von Tabletcomputern eingewiesen werden. Dabei soll jeweils mit ausgewählten und der Zielgruppe angemessenen Apps (z.B. Bilderbuchapps für Kita-Kinder) gearbeitet werden.
III. Recherchieren und Präsentieren
Mit dem Modul soll ein zusätzliches Angebot zur Mediennutzung und Informationsverarbeitung für Schülerinnen und Schüler einer Kooperationssschule (5./6. Klasse) eingerichtet werden. Es soll z.T. in den Räumen und an den Computern der Bibliothek stattfinden.
Mit diesem Modul werden die beiden zentralen inhaltlichen Aspekte des Projektes miteinander verknüpft: Recherche und Präsentationstechniken
Die Schülerinnen und Schüler sollen sich in diesem Modul mit einem mit den Klassenlehrern abgestimmten Thema theoretisch auseinandersetzen, sich mit Internet-Recherche und Bibliotheks-Recherche dieses erarbeiten und abschließend mit Präsentationstechniken, insbesondere Kurzreferate, Vorträge und Lernplakate, ihre Arbeiten präsentieren.
Diese Modul soll für vier Klassen pro Jahr angeboten werden.
IV. Mini Maker Sprache
Dieses Modul ist als Sprachförderprojekt für Kinder im Vorschul- bzw. Grundschulalter geplant. Unter Anleitung eines Medienpädagogen sollen die TeilnehmerInnen (in Kleingruppen) in der Bibliothek z.B. die Möglichkeit bekommen, kurze Hörspielgeschichten zu erarbeiten und aufzunehmen. Auch die Arbeit mit Geräuschen und/oder Musik ist vorgesehen. Die Arbeitsergebnisse können am Ende (als CD oder Audio-Datei) mitgenommen werden