Kurdische Literatur am Kotti – Stimmen, Geschichten und Klänge einer vielfältigen Kultur
Mit einem Tagebucheintrag von Celadet Ali Bedirxan, dem Begründer der modernen kurdischen Literatur, beginnt 1922 die Geschichte kurdischer Literatur in Deutschland. Trotz dieser über hundertjährigen Einwanderungsgeschichte und einer Gemeinschaft von rund 1,3 Millionen Menschen bleibt die Anerkennung kurdischer Identität in Deutschland bis heute eine Herausforderung.
Die zunehmende Zahl kurdischsprachiger Werke in deutscher Übersetzung sowie deutschsprachiger Texte von Autor:innen mit kurdischem Hintergrund ist Ausdruck des wachsenden Bedürfnisses, gehört zu werden – und die eigenen Geschichten sichtbar zu machen.
Die Veranstaltungsreihe „Kurdische Literatur am Kotti“, veranstaltet von der Mittelpunktbibliothek Wilhelm Liebknecht / Namık Kemal in Kooperation mit Yekmal e.V., setzt genau hier an: Zwischen dem 17. November und 22. November 2025 öffnet sich vier Tage lang ein Raum für kurdische Geschichten, Poesie, Musik und Begegnungen – mitten in Berlin-Kreuzberg.
Auf dem Programm stehen Lesungen aus aktueller kurdischsprachiger Literatur, Bilderbuchkino, ein Fachvortrag sowie musikalische Beiträge. Junge Talente und etablierte Autor:innen kommen zu Wort.
„Kurdische Literatur am Kotti“ ist eine Einladung, kurdisches Leben in Berlin neu zu entdecken und Teil eines literarisch-kulturellen Dialogs zu werden.