Die Stadtbibliothek ist im Bezirk unterwegs und lädt gemeinsam mit dem RuDi Nachbarschaftshaus zu einer Lesung. Zu Gast ist Artur Krutsch, der aus seinem Romanprojekt „Letzter August“ lesen wird. Der Abend wird moderiert von Maria Jansen.
Zum Buch: Hitzewelle, Dürre, ein regenloser August in Berlin. Parks verdorren, die Wälder brennen, das Trinkwasser wird rationiert. Die einen kühlen sich in klimatisierten Büros ab, die anderen kollabieren in überhitzten Dachgeschosswohnungen. In Artur Krutschs Romanprojekt „Letzter August“ erzählt August Zeiser, russlanddeutscher Fabrikarbeiter aus Marienfelde, von diesem regenlosen August, in dem sein unauffälliges Leben langsam ins Rutschen gerät. Während der Strudel aus Krisen und Katastrophen ihn zu verschlingen droht, verbeißt er sich in einen alten Familienfluch aus der wolgadeutschen Steppe und versucht das Chaos zu ordnen und zu erzählen. Tag für Tag, vom ersten bis zum einunddreißigsten August.
Artur Krutsch, 1987 in der Sowjetunion geboren, emigrierte 1992 mit seiner Familie nach Deutschland und wuchs in Westfalen auf. Er studierte Fotografie in Dortmund und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Seit 2014 lebt er in Berlin-Neukölln und veröffentlicht Kurzprosa in Anthologien und Zeitschriften. Derzeit arbeitet er an dem Debütroman „Letzter August“, der 2025 mit dem Arbeitsstipendium für deutschsprachige Literatur des Berliner Senats gefördert wurde.
Maria Jansen wurde in Russisch-Karelien geboren, ist in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen, lebt heute in Berlin und veröffentlichte 2023 ihren Debütroman „Schura“ im ecco Verlag.
26. August 2026 // 19–21 Uhr (Einlass ab 18:30 Uhr)
- RuDi-Garten, Modersohnstraße 55, 10245 Berlin
- Eintritt frei
- Voranmeldung unter diesem Link