Kompetenzstelle für digitale Barrierefreiheit und Usability (Gebrauchstauglichkeit)

Die Kompetenzstelle für Digitale Barrierefreiheit und Usability (Gebrauchstauglichkeit) ist angesiedelt in der Senatsverwaltung für Inneres und Sport. Sie ist Teil der Informations- und Kommunikationstechnik-Steuerung (IKT-Steuerung).

Was machen wir?

Unsere Aufgabe ist es, die Themen digitale Barrierefreiheit und Usability voranzutreiben. Wir setzen Standards für die Barrierefreiheit in der IKT fest und überwachen die Umsetzung. Insbesondere bei der Anschaffung von neuer Software, Einführung eines digitalen Basisdienstes, Anpassung eines Fachverfahrens oder Erstellung von verwaltungsinternen Dokumenten, müssen diese Themen berücksichtigt werden.

Konkret bedeutet dies:

  • Wir legen Berliner Barrierefreiheit Standards für digitale Informations- und Kommunikationstechnik fest
  • Wir legen die assistive Standardsoftware fest
  • Wir steuern die Einhaltung der Standards bei Verwaltungsvorgängen
  • Wir erstellen in Zusammenarbeit mit der Verwaltungsakademie Berlin (VAK) Schulungskonzepte zum Thema digitale Barrierefreiheit
  • Wir planen einen Rahmenvertrag für Prüfaufträge
  • Wir sensibilisieren öffentliche Stellen zu dem Thema digitale Barrierefreiheit
  • Wir nehmen an Netzwerken auf lokaler und Bundesebene teil
  • Wir beraten bei strategischen Fragen zur digitalen Barrierefreiheit
  • Die Überwachungsstelle ist bei uns angesiedelt
  • Die Berliner Beauftragte für barrierefreie Informations- und Kommunikationstechnik ist ebenfalls bei uns angesiedelt.

Wir arbeiten zusammen mit:

  • Unmittelbarer Berliner Landesverwaltung
  • Mittelbarer Berliner Landesverwaltung wie z.B. Universitäten, Museen, BVG
  • Körperschaften, Anstalten, Stiftungen und Vereine des öffentlichen Rechts, die über 50 % von öffentlichen Stellen finanziert oder kontrolliert werden
  • Anderen Bundesländern und Bundesverwaltungen

Wo steht das im Gesetz?

Die Staatssekretärin für Informations-und Kommunikationstechnologie (IKT) hat durch das E-Government Gesetz Berlin ( E-GovG Bln) die Aufgabe, digitale Barrierefreiheit für die Verwaltungen und für die Bürgerinnen und Bürger hinzuwirken. Um dieses zu erreichen, kann sie Standards festsetzen und überwachen. Die Grundlage für die Aufgaben zur Festsetzung der Standards und zur Überwachung steht im § 21 Abs. 2 Satz 2 Nr. 3 und 5 E-Government-Gesetz Berlin (EGovG Bln).

Verschiedene Zeichen für Paragraphen mit einem großen roten Zeichen für Paragraphen
Bild: Muuraa / depositphotos.com

(2) Der IKT-Staatssekretär oder die IKT-Staatssekretärin ist zuständig für die alle Verwaltungsebenen und -bereiche umfassende Förderung, Weiterentwicklung und flächendeckende Einführung von E-Government und Informations- und Kommunikationstechnologie in der Berliner Verwaltung und für Verwaltungsmodernisierung im Sinne des § 2 . Seine oder ihre Aufgaben sind:

3. Festsetzung und Überwachung der Einführung der Standards für einen sicheren, wirtschaftlichen, benutzerfreundlichen und medienbruchfreien IKT-Einsatz, für eine einheitliche verfahrensunabhängige IKT-Ausstattung, für die barrierefreie Zugänglichkeit und Nutzung der IKT in der Berliner Verwaltung und Festsetzung und fortlaufende Weiterentwicklung der zentralen IKT-Architektur,

5. auf die barrierefreie Zugänglichkeit und Nutzung der IKT sowie die Einhaltung ergonomischer Standards nach dem Stand der Technik und gesicherter arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse bei IKT-Einsatz hinzuwirken,

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Darüber hinaus setzt das Barrierefreie IKT Gesetz Berlin (BIKTG Bln) Aufgaben für die Kompetenzstelle für digitale Barrierefreiheit fest.

  • Zugang zu Schulungsprogrammen erleichtern
  • Sensibilisierung für digitale Barrierefreiheit
  • Vorteile barrierefreier Informations- und Kommunikationstechnik aufzuzeigen
  • Vorteile des Feedbacks zu nicht barrierefreien Auftritten und Inhalten verdeutlichen
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Kompetenzstelle Barrierefreie Informations- und Kommunikationstechnik

  1. Bei der für Grundsatzangelegenheiten der Informations- und Kommunikationstechnik zuständigen Senatsverwaltung wird eine Kompetenzstelle für barrierefreie Informations- und Kommunikationstechnik eingerichtet.
  2. Die Kompetenzstelle soll Schulungs- und Fortbildungsprogramme im Zusammenhang mit dem barrierefreien Zugang zu der Informations- und Kommunikationstechnik für die einschlägigen Interessenträger und das Personal der öffentlichen Stellen fördern und den Zugang zu ihnen erleichtern. Ferner gehört zu ihren Aufgaben, Maßnahmen zu ergreifen, um für die Barrierefreiheit in der Informations- und Kommunikationstechnik zu sensibilisieren; die Vorteile barrierefreier Informations- und Kommunikationstechnik, einschließlich der Feedbacks zu nicht barrierefreien Auftritten und Inhalten, sollen verdeutlicht werden. Die hierfür erforderlichen Daten dürfen für die Zwecke dieses Gesetzes verarbeitet werden.

Hier finden Sie das vollständige Barrierefreie IKT Gesetz Berlin.

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