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Mauer in Berlin: Wo sie noch steht
Wer in die Hauptstadt kommt, will sie sehen. Doch von der Mauer, die Berlin einst teilte, stehen nur noch Reste. Wo noch echte Mauer steht- und was nur Nachbau ist. mehr
Die Wilhelmstraße und das Gebiet um sie herum war das Machtzentrum während der NS-Diktatur. Die Spuren sind noch heute sichtbar.
Die Wilhelmstraße und das Gebiet um sie herum gehört seit der Bismarkzeit zum Machtzentrum Berlins. Sie führt durch die Ortsteile Mitte und Kreuzberg. Entlang der Straße entstanden während der Preußenzeit, der NS-Regierung und zu DDR-Zeiten Regierungsbauten. Vor allem während des Nationalsozialismus wurde die Wilhelmstraße umfangreich ausgebaut.
Das Gebäude des ehemaligen Reichsluftfahrtministeriums im Süden der Leipziger Straße zeugt vom Machtanspruch der NS Regierung. Heute trägt es den Namen Detlev-Rohwedder-Haus und beherbergt das Bundesfinanzministerium. Das riesige Gebäude wurde ab 1935 innerhalb von zwei Jahren errichtet und sollte den Herrschaftsanspruch des NS Regimes architektonisch verdeutlichen. Die Pläne stammen von Ernst Sagebiel.
Im ehemaligen Machtzentrum der Nazis erinnert das Georg Elser Denkmal an den Mann, der fast Adolf Hitler getötet hätte. Johann Georg Elser hatte 1939 versucht, Hitler mit einer Bombe umzubringen. Das 17 Meter hohe Denkmal steht an der Ecke Wilhelmstraße/An der Kolonnade. Es besteht aus einer filigranen Stahlskulptur mit der Silhouette von Elsers Profil. In den Gehweg sind Zitate Elsers eingelassen.
In der Niederkirchstraße befanden sich zwischen 1933 und 1945 die Reichsführung-SS, der Sicherheitsdienst (SD), das Geheime Staatspolizeiamt (Gestapo) mit dem Gefängnis und das Reichssicherheitshauptamt. Heute dokumentiert auf dem Gelände die Topographie des Terrors die NS Verbrechen. Jährlich besuchen hunderttausende Menschen diese Dokumentationsstätte.
In der Niederkirchstraße befindet sich nicht nur die Topographie des Terrors, sondern auch ein 200 Meter langes Originalstück der Berliner Mauer. Bis 1989 markierte sie den Verlauf der Grenze zwischen Mitte (Ost) und Kreuzberg (Westen). An der Mauer sind bis heute die Spuren der Zerstörung aus der Zeit des Mauerfalls zu sehen. Es steht unter Denkmalschutz.
Am südlichen Ende der Wilhelmstraße steht das Willy-Brandt-Haus. Die Parteizentrale der SPD war der erste Neubau einer Bundesparteizentrale in Berlin. Das Gebäude mutet wie ein Schiff an und wurde 1996 eingeweiht.
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