KW Institute for Contemporary Art

KW Institute for Contemporary Art

Das KW Institute for Contemporary Art ist eine Kunst-Institution – nicht nur für die trendbewusste Szene, sondern auch viele Touristen, die sich in Mitte tummeln.

KW Institute for Contemporary Art, Berlin Straßenansicht

© Uwe Walter, 2010

KW Institute for Contemporary Art, Berlin

Vom Hotelzimmer bis zum Schulraum, vom Ladenlokal bis zur Toilette reichten einmal die Örtlichkeiten, in denen sich die junge Berliner Kunst rund um die Auguststraße ausbreitete. Klaus Biesenbach legte mit der Ausstellung „37 Räume“ 1992 den Grundstein für die trendbewusste Szene in Mitte. Längst hallt der glänzende Ruf des KW Institute of Contemporary Art, getragen vom Kunst-Werke Berlin e. V., sogar bis nach New York. Der umtriebige Gründervater Biesenbach ist daran nicht ganz unschuldig.

Seit der endgültigen Instandsetzung 1999 holt das KW Institute die großen Namen des Kunstbetriebs nach Berlin. Die Skandal-Briten Jake und Dinos Chapman zeigten hier ihre makabren Farbfotos eines KZ-Infernos im Spielzeugformat. Der smarte Matthew Barney ließ live und im Film „Cremaster 2“ seine Kunst-Muskeln spielen. Wenngleich sich manche Themenstellung hier etwas theorieschwer gibt, sind doch meistens Trendsetter unter den präsentierten Künstlern. Hier fand die im Vorfeld umstrittene RAF-Ausstellung statt, die sich allen Befürchtungen zum Trotz als gediegene Kunstschau entpuppte.

2012 gab Chefkurator Artur Zmijewski der siebten Berlin-Biennale einen hoch politischen Anstrich, selbst Aktivisten der Occupy-Bewegung waren eingeladen. Auch sonst geht es gern mal etwas radikaler zu, wie unlängst bei einer Schau über New Yorker Filmemacher der 1980er Jahre, die erst ab 18 zugänglich war. Neben den 2.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche bietet die Institution auch Wohn- und Arbeitsraum für Künstler im denkmalgeschützten Vorderhaus aus dem 18. Jahrhundert. Illuster sind daneben die Vorträge und Diskussionsveranstaltungen.

Quelle: Kulturverführer Berlin, 10. Auflage
The Making of Husbands: Christina Ramberg in Dialogue
© Alex Hanson

Tipp: Christina Ramberg - The Making of Husbands

14. September 2019 bis 05. Januar 2020

Die formal eleganten, erotisch düsteren Gemälde der US amerikanische Malerin Christina Ramberg zeichnen den Körper als Ort, der tiefgreifend mit seiner Umgebung verflochten ist. mehr

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Adresse
Auguststraße 69
10117 Berlin
Telefon
030 243 45 90
Internetadresse
www.kw-berlin.de/

Nahverkehr

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Aktualisierung: 7. Januar 2019