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Kyiv Biennial: A Bird That Cannot Land

Vor dem Hintergrund zunehmender Konflikte und sich wandelnder politischer Realitäten konzentriert sich „A Bird That Cannot Land“ auf den Begriff „Nahost-Europa“ und dessen Geschichte der Kolonialisierung und des Imperialismus.

Lesia Vasylchenko, Night Without Shadows and Light Without Rippling of Waves, 2025. Courtesy die Künstlerin

– Lesia Vasylchenko, Night Without Shadows and Light Without Rippling of Waves, 2025. Courtesy die Künstlerin

Die Kyiv Biennial in Berlin ist ein nomadisches, internationales Projekt, das künstlerische, politische und soziale Fragen miteinander verwebt. Das in den KW stattfindende Kapitel der Biennale, A Bird That Cannot Land, besteht aus einem umfangreichen Ausstellungs-, Live- und Diskursprogramm, das sich über das gesamte Gebäude erstreckt und die Reflexionen der Biennale durch zeitgenössische Kunst, Klang und Austausch erweitert.

 Vor dem Hintergrund sich verändernder politischer Realitäten stellt "A Bird That Cannot Land" das Konzept eines „Middle-East-Europe“ sowie dessen von Kriegen, Kolonialismus und Imperialismus geprägte Geschichte in den Mittelpunkt. Wiederkehrende Konflikte reißen alte Wunden auf und stellen unser Verständnis von geteilten Erfahrungen, gemeinsamer Sprache und gemeinsamen Vorstellungen auf die Probe. Sowohl die Ausstellung als auch das Live- und Diskursprogramm verknüpfen das postsowjetische Osteuropa mit Zentral- und Südwestasien sowie mit dem Mittelmeerraum. Sie widmen sich dabei der Frage, wie wir in Zeiten von Kriegen, Unsicherheit und Entfremdung Bedeutung schaffen und Zugehörigkeit erfahren können. Die Biennale bewegt sich im Kontext von Realitäten, in denen Bedeutungskontinuitäten unterbrochen sind, und versteht das innere und äußere Exil als einen zentralen Zustand des heutigen Lebens.

"A Bird That Cannot Land" möchte Räume schaffen, in denen miteinander verflochtene Vergangenheiten und Gegenwarten hörbar werden und bestehende Erzählungen und Wahrnehmungen von Geografien, Geschichte und Realitäten hinterfragt werden können. Die Biennale präsentiert über 40 internationale Stimmen verschiedener Generationen, aus Berlin und weiteren Orten. Die gezeigten Arbeiten spiegeln gelebte Erfahrungen wider, die von Brüchen, Migrationserinnerungen, deren affektiven Architekturen und den historischen Spuren geprägt sind, die sowohl in Körpern als auch in den Räumen fortbestehen, die wir bewohnen.

 Das Live-Programm der Biennale stellt körperbasierte, kollektive und prozessorientierte Praktiken von Künstler*innen aus den diasporischen Communities Berlins in den Vordergrund. Performances, Konzerte und Listening Sessions nutzen Klang, um politische und geografische Beziehungen zu erforschen, während polyphone Stimmen zu Trägern von Geschichte, Emotionen und Resilienz werden. Das Diskursprogramm vertieft in einer Vielzahl von wissenschaftlichen Diskussionen Fragen von Migration, Ausgrenzung und Koexistenz sowie Extraktivismus und Petrokapitalismus.

Kyiv Biennial 2026: Teilnehmer*innen

Abdullah Miniawy, Adam Hanieh, Alona Karavai, Anna Ehrenstein und Yara Mekawei, Anna Zvyagintseva, Anton Kats und die Grounded Outer Space People, Assaf Gruber, Aykan Safoğlu, Bulgarian Voices Berlin, Dana Kavelina, Eda Aslan, Farahnaz Sharifi, Fehras Publishing Practices, Flaka Haliti, Geta Brătescu, Gulnur Mukazhanova, Heinali und Andriana-Yaroslava Saienko, Hito Steyerl, Hiwa K, Ihor Tsymbrovsky, Ivan Krastev, Joyce Joumaa, Julia Cimafiejeva, Katarina Gryvul, Lesia Vasylchenko, Lida Abdul, Lucia Kagramanyan, Madina Tlostanova, Majd Abdel Hamid, Mona Hatoum, Nazanin Noori, Neda Saeedi, Nour Sokhon, Oleksiy Radynski, Philipp Goll, Samia Halaby, Saodat Ismailova, Sattar Stas Shärifullá und Ziliä Qansurá
, Seyyare – Anatolian Women’s Choir, Stefaniia Bodnia und Jack Dove, Tjan Zaotschnaja, Tolia Astakhishvili, Ulrike Herrmann, Wafaa Saied

Im Jahr 2025 fand die Kyiv Biennial über Europa verteilt statt und umfasste eine Reihe von Ausstellungen und Veranstaltungen, unter anderem im Museum of Modern Art in Warschau, im

M HKA in Antwerpen, im Dnipro Center for Contemporary Culture, im Dovzhenko Centre in Kyjiw und im Lentos Kunstmuseum Linz. A Bird That Cannot Land greift die Themen dieser verschiedenen Stationen der Biennale aus dem Jahr 2025 auf und führt sie weiter.

Laufzeit: Do, 11.06.2026 bis So, 13.09.2026

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