Krippen in Brandenburg sollen mehr Personal bekommen

Krippen in Brandenburg sollen mehr Personal bekommen

Der Brandenburger Landtag hat einen Gesetzentwurf der Landesregierung gebilligt, der den Krippen mehr pädagogisches Personal bringen soll. In einem ersten Schritt soll nach dem Gesetz ab August 2022 eine Erzieherin beziehungsweise ein Erzieher statt wie bisher für fünf Kinder rechnerisch für nur noch 4,65 Kinder zuständig sein. Dafür müssen 470 zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher eingestellt werden. Der Entwurf wurde am Donnerstag mit der rot-schwarz-grünen Koalitionsmehrheit und der Fraktion BVB/Freie Wähler beschlossen. Die zusätzlichen Kosten bezifferte die Landesregierung mit 11,9 Millionen Euro im kommenden Jahr und 28,5 Millionen Euro im Jahr 2023.

Landtag Brandenburg

© dpa

Abgeordnete nehmen an einer Sitzung teil.

Im Koalitionsvertrag hatten SPD, CDU und Grüne als langfristiges Ziel einen Betreuungsschlüssel von 1:4 vereinbart. Dies solle nach einem Zwischenschritt mit einer Erhöhung des Schlüssels auf 1:4,25 im Jahr 2024 im Jahr 2025 erreicht werden, sagte Grünen-Fraktionschefin Petra Budke.
Die Fraktionen von Linke und AfD enthielten sich bei der Abstimmung. Der AfD-Abgeordnete Volker Nothing bezweifelte, dass in den Krippen wirklich spürbar mehr Personal ankommen werde. Auch die Linke-Abgeordnete Kathrin Dannenberg verwies darauf, dass kleinere Träger höchstens wenige zusätzliche Stunden für die Betreuung der Kinder erwarten könnten. «Das sind wenig wirksame Maßnahmen zur falschen Zeit», meinte Dannenberg.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 16. Dezember 2021 14:00 Uhr

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