Blasig: Landkreise wegen fehlenden Impfstoffs frustriert

Blasig: Landkreise wegen fehlenden Impfstoffs frustriert

Der mangelnde Impfstoff in Brandenburg sorgt für Unmut in den Landkreisen. «Eine Impfstelle ohne Impfstoff ist natürlich etwas, was nur Frust erzeugt (...)», sagte der Vorsitzende des Landkreistages, Wolfgang Blasig (SPD), am Freitagmorgen im rbb-Inforadio. Er sei ratlos, wie es so weit kommen konnte. Die Verteilung laufe über Großlager, die seien so gut wie leer. Das liege wahrscheinlich auch an falscher Logistik, kritisierte er in Richtung Bund. Impfmöglichkeiten würden immer weiter ausgebaut in der Fläche, es laufe aber zu langsam an, weil nicht genügend Impfstoff da sei.

Wolfgang Blasig (SPD)

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Wolfgang Blasig (SPD), Landrat vom Landkreis Potsdam-Mittelmark.

Seinen Angaben zufolge solle in der nächsten Woche eine Reserve von 160.000 Impfdosen angelegt sein, die bei Bedarf auf die jeweiligen Impfstellen verteilt werden kann. Ziel sei bis zum Jahresende noch 600.000 Impfungen durchzuführen, so Blasig.
Mit Blick auf die angespannte Situation in den Krankenhäusern wegen der Zunahme an Covid-Patienten sagte Blasig, der auch Landrat von Potsdam-Mittelmark ist, es gebe nicht zu wenig Intensivbetten sondern es fehle an Personal. Viele Mitarbeitende hätten sich in der Corona-Pandemie aus Überlastung zurückgezogen. «Die direkten Hilfen für das Gesundheitswesen in dem letzten Jahr waren bis auf viele Worte doch relativ dürftig und jetzt fahren wir die Ernte ein», kritisierte er. Blasig hofft, dass Patienten nicht in andere Bundesländer verlegt werden müssen und die Kapazitäten im Land ausreichen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 3. Dezember 2021 10:27 Uhr

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