Open Data

Open Data bedeutet, dass Daten zur freien Verwendung geöffnet, also zugänglich gemacht werden. Open Data ist ein klassisches Querschnittsthema in den Behörden. Denn überall dort, wo Daten erhoben werden, ergibt sich der Bedarf einer Prüfung und Entscheidung, ob diese Daten nach §13 des E-Government-Gesetzes ebenfalls als Open Data auf dem Datenportal bereitgestellt werden können.

Definitionen und Prinzipien

Mit „Open Data“ wird ein ganzheitliches Konzept beschrieben, bei dem die maschinenlesbaren und strukturierten Informationen durch die Verwendung offener Lizenzen von jedermann frei verwendet, nachgenutzt oder verbreitet werden können.
Die Nutzung der offenen Daten darf laut der Open Data Definition nur eingeschränkt werden, um den Ursprung durch die Nennung der Quelle sicherzustellen.
Die nach Open Data zu veröffentlichenden Daten dürfen keine personenbezogenen Daten oder generell Daten, die dem Datenschutz unterliegen oder Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse offenbaren, enthalten.

Open Data in der Berliner Verwaltung

Die Behörden verfügen über enorme Datenbestände. Viele dieser Daten sind von öffentlichem Interesse, nützlich und müssen nicht besonders geschützt werden. Sie können dabei helfen, die Stadt besser zu verstehen, neue Dienste für Bürger*innen zu entwickeln und Geschäftsideen zu initiieren. Viele Studien haben bereits das große Potenzial von offenen Verwaltungsdaten für die Gesellschaft und Wirtschaft bestätigt:

  • Schaffung von Transparenz: Daten der Verwaltung helfen die Politik transparenter zu machen und auch neue Dienste für die Bürger*innen zu entwickeln.
  • Erzielen von Wertschöpfungspotenzialen: Mit Daten können neue Geschäftsmodelle und Apps entwickelt werden, die die wirtschaftliche Stärke Berlins insbesondere im Bereich Digitalwirtschaft weiter ausbauen können.

Nicht nur die Gesellschaft und Wirtschaft können von Open Data profitieren, sondern insbesondere die Behörden selber:
Open Data kann auch den Behörden helfen, Daten untereinander effizienter auszutauschen. Daten können auf dem Datenportal des Landes Berlin www.daten.berlin.de von den Verwaltungsmitarbeiter*innen einfach nachgeschlagen, von dort heruntergeladen und frei weitergenutzt werden. Open Data verbessert somit die inter- und intra-behördliche Zusammenarbeit und trägt zur Verwaltungsmodernisierung bei. Das Schaffen von Transparenz durch Open Data fördert ein „Neues Miteinander” bei der Arbeit mit Daten und deren Nachnutzung.

Nutzen von Open Data für die Wirtschaft

Wenn die Daten der Verwaltung offen auf dem Open Data Portal zur Verfügung gestellt werden, können durch Startups und Unternehmen neue Produkte, Dienstleistungen und Anwendungen entstehen.
So wurden in den letzten Jahren viele Open Data gestützte Apps und Dienste für mobile Endgeräte entwickelt. Das Entstehen neuer Geschäftsmodelle begünstigt wiederum die Gründung von Startups mit innovativen Produkten und Dienstleistungen.
Wichtig für die Ausschöpfung des Nutzens von Open Data ist, dass die Daten unter offenen Lizenzen stehen, so dass eine kommerzielle Nachnutzung gewährleistet wird. Durch offene Lizenzen wird auch die Interoperabilität von Daten ermöglicht.

Nutzen von Open Data für Bürger*innen

Die Bürger*innen profitieren von dem Transparenzgedanken der Verwaltung & Politik als auch von der Wirtschaftsförderung durch Open Data.
Open Data erhöht die politische Transparenz, d.h. durch die Bereitstellung von offenen Daten wird die „Black Box“ der politischen Entscheidungsfindung und Handlung nachvollziehbarer gemacht. Dadurch wird die Partizipationsmöglichkeit der Zivilgesellschaft gefördert und die direkte Demokratie gestärkt.
Die Bürger*innen haben das Recht die Verwaltung zu kontrollieren. Korruption, Verschwendung und Missbrauch werden durch Open Data und die Transparenz der Politik und Verwaltung aufgedeckt. Relevante Daten in diesem Zusammenhang sind Finanz- und Haushaltsdaten, Daten zur Vergabe öffentlicher Aufträge sowie Informationen zur Parteienfinanzierung.

Open Data Portal

Das Open Data Portal ist seit 2011 online und macht die Datenbestände der Berliner Verwaltung für die Öffentlichkeit auffindbar.
Unter dem Punkt Datensätze auf dem Open Data Portal befinden sich alle derzeit verzeichneten 2253 Datensätze. Die Datensätze sind zum einen in 22 Kategorien angeordnet, zum anderen aber auch über Tags zu finden.

Das Open Data Portal besteht aus zwei Teilen: Es gibt das öffentlich sichtbare eigentliche Portal, das unter https://daten.berlin.de/ zu erreichen ist. Dieses Portal wird von Nutzer*innen für die Suche und das Browsen im Inhalt des Datenportals genutzt. Jeder Datensatz hat eine Detailseite, die im Browser angesehen werden kann und von der aus die Datenressourcen verlinkt sind. Die Zielgruppe des Open Data Portals ist offen gehalten, und umfasst Zivilgesellschaft, Presse und Wirtschaft, aber auch die Verwaltung selbst.

Parallel existiert das nicht-öffentliche Datenregister. Bei diesem handelt es sich gewissermaßen um das Redaktionssystem des Datenportals, über das Verwaltungsmitarbeiter*innen Datensätze einstellen oder ändern können. Es ist unter https://datenregister.berlin.de zu erreichen.
Voraussetzung für die Nutzung des Datenregisters ist ein Benutzer*innenkonto. Dieses können Verwaltungsmitarbeiter*innen per E-Mail beantragen und aktivieren lassen.

Daten der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe

Auf der Datenrubrik Seite der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe werden alle Datensätze angezeigt, die in dieser Verwaltung erhoben und auf dem Open Data Portal daten.berlin.de veröffentlicht wurden.