Stolpersteine Uhlandstraße 137

Bildvergrößerung: Hausansicht Uhlandstr. 137
Hausansicht Uhlandstr. 137
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka

Diese Stolpersteine wurden am 14.10.2014 verlegt.

Bildvergrößerung: Stolperstein Margarete Levy
Stolperstein Margarete Levy
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka

HIER WOHNTE
MARGARETE LEVY
JG. 1881
DEPORTIERT 25.1.1942
RIGA
ERMORDET

Margarete Levy wurde am 13. April 1881 (nach einer anderen Quelle 1871) in Berlin geboren. Sie wohnte an der Uhlandstraße 137 und war die Tante von Werner und Fritz Goldner.

Sie wurde am 25. Januar 1942 nach Riga deportiert. In diesem Zug, der vom Berliner Vorstadtbahnhof Grunewald abging, saßen 1044 Menschen in gedeckten Güterwagen. Sie waren der damals herrschenden Kältewelle ungeschützt ausgesetzt. Bei der Ankunft in Riga waren viele erfroren, andere geistig verwirrt. Diese wurden beim Ausladen in Riga-Skirotava sofort erschossen, fast alle anderen später. Nur 13 Deportierte überlebten.

Margarete Levys Schwester Paula Levy beging am 17. November 1939 Selbstmord. Ihre Cousine war Caroline Goldner geb. Levy, die Mutter von Fritz und Werner Goldner.

Bildvergrößerung: Stolperstein Fritz Goldner
Stolperstein Fritz Goldner
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka

HIER WOHNTE
FRITZ GOLDNER
JG. 1906
DEPORTIERT 3.3.1943
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Fritz Goldner wurde am 21. Januar 1906 in Berlin geboren. Er war Kaufmann und wohnte bis 1937 im Haus seines Vaters in der Dresdener Straße 75, ab 1939 in der Uhlandstraße 137.

Am 3. März 1943, einige Tage nach der „Fabrikaktion“, als alle jüdischen Zwangsarbeiter von ihren Arbeitsplätzen weg plötzlich verhaftet wurden, ist er nach Auschwitz deportiert und dort ermordet worden.

Ebenfalls in der Uhlandstraße 137 wohnte auch seine Tante Margarete Levy. Sie war am 25. Januar 1942 nach Riga deportiert worden. Im Adressbuch war in diesem Haus bis 1940 auch Caroline Goldner eingetragen. Sie war die Mutter von Fritz und Werner Goldner und scheint nach dem Tod ihres Mannes Hermann 1937 zu ihrem Sohn Fritz gezogen zu sein. Sie starb am 9. Januar 1940.

Zum Gedenken an Fritz Goldners Bruder Werner liegt ein Stolperstein an der Kalischer Straße 28

Text: Helmut Lölhöffel mit Informationen von Renée Claudine Bredt (Herford), der Nichte von Werner und Fritz Goldner.