Stolpersteine Duisburger Straße 1

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Duisburger Straße 1, 27.2.2013
Bild: Bezirksamt Charbg-Wdf, KHMM

Die 14 Stolpersteine an der Duisburger Straße 1 wurden am 29.3.2008 verlegt, gemeinsam mit den 6 Stolpersteinen an der Konstanzer Straße 4 unmittelbar daneben.
Am 5.11.2011 wurde an der Ecke Duisburger und Konstanzer Straße neben den Stolpersteinen eine gläserne Gedenktafel aufgestellt.

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Stolperstein für Wanda Frank, 27.2.2013
Bild: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, KHMM

HIER WOHNTE
WANDA FRANK
GEB. LEVY
JG. 1877
DEPORTIERT 9.7.1942
THERESIENSTADT
ERMORDET IN
TREBLINKA

Wanda Frank geb. Levy wurde am 9. Januar 1877 in Bochum geboren. Sie war die Tochter von Moritz Levy und hatte eine ältere Schwester namens Ida (verheiratete und verwitwete Awner, geboren am 26. Oktober 1875.

1897 zog Wanda Levy nach Berlin. Hier absolvierte sie am Stern´schen Konservatorium eine Musik- und Gesangsausbildung zur Sopranistin und heiratete den Kaufmann Max Frank, der Mitte der 1930er Jahre starb.

In Berlin lebte Wanda Frank in den 1920er Jahren in der Brandenburgischen Straße 37 und der Mommsenstraße. In den 1930er Jahren zog sie in die Duisburger Straße 1 in Wilmersdorf. Am 9. Juli 1942 wurde die 65-Jährige zusammen mit ihrer Schwester Ida nach Theresienstadt deportiert. Zwei Monate später, am 19. September 1942, wurden die beiden Schwestern in das Vernichtungslager Treblinka deportiert und dort – vermutlich unmittelbar nach der Ankunft – ermordet.

Text: Stolpersteine-Initiative C-W nach Informationen aus dem Nachlass von Wolfgang Knoll

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Stolperstein für Ida Awner, 27.2.2013
Bild: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, KHMM

HIER WOHNTE
IDA AWNER
GEB. LEVY
JG. 1875
DEPORTIERT 9.7.1942
THERESIENSTADT
ERMORDET IN
TREBLINKA

Ida Awner geb. Levy wurde am 16. Oktober 1875 in Bochum geboren, Ihr Vater hieß mit Vornamen Moritz, ihre am 9. Januar 1877 geborene jüngere Schwester Wanda. Sie heiratete den Kaufmann Hermann Awner, der auch als Aroner auftauchte. Sie wohnten jahrelang in der Duisburger Straße 14. Ob sie Kinder hatten, ist aus den zugänglichen Unterlagen nicht ersichtlich. Nach dem Tod ihres Mannes (1932) zog sie in das Haus Nummer 1 um. Dort wohnte auch Wanda Frank, die ebenfalls verwitwet war.

Am 9. Juli 1942 wurde die 66-Jährige zusammen mit ihrer Schwester Wanda nach Theresienstadt deportiert. Zwei Monate später, am 19. September 1942, wurden die beide in das Vernichtungslager Treblinka weiterdeportiert und dort – vermutlich unmittelbar nach der Ankunft – ermordet.

Text: Stolpersteine-Initiative C-W nach Informationen aus dem Nachlass von Wolfgang Knoll

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Stolperstein für Günter Hoffmann, 27.2.2013
Bild: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, KHMM

HIER WOHNTE
GÜNTER HOFFMANN
JG. 1913
DEPORTIERT 11.7.1942
AUSCHWITZ
ERMORDET

Bildvergrößerung: Günter Hoffman Geburt
Günter Hoffman Geburt
Bild: Archiv

Günter Hoffmann wurde am 8. März 1913 in Berlin geboren. Er war der Sohn von Margarete (geb. 1889) und Leo Hoffmann (geb. 1877), der in Berlin Mitinhaber der Baumwollgroßhandlung G. + H. Jacoby in der Spandauer Str. 38 in Berlin-Mitte war, sowie ehrenamtlicher Schatzmeister der Jüdischen Gemeinde Berlin. Günter hatte zwei Geschwister: Sein älterer Bruder Harry war am 22. Februar 1910 zur Welt gekommen, seine jüngere Schwester Erika wurde am 1. Juni 1915 geboren.
Günter Hoffmann arbeitete in Berlin als kaufmännischer Angestellter und lebte Ende der 1930er-Jahre zusammen mit seinen Eltern in einer Wohnung in der Duisburger Straße 1 in Wilmersdorf. Sein Bruder Harry konnte 1937/1938 in die USA emigrieren. Seine Schwester Erika lebte mit ihrem Mann Dr. Erich Wreschner in der Leibnitzstr. 4 in Charlottenburg.
Günter Hoffmann wurde am 11. Juli 1942 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Sein Bruder Harry überlebte die Shoah in den USA. Seine Schwester Erika wurde mit ihrem Mann am 29. Januar 1943 nach Auschwitz deportiert. Seine Eltern wurden als letzte in Berlin verbliebene Familienmitglieder am 19. Februar 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Biografische Zusammenstellung: Nachlass Wolfgang Knoll

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Stolperstein für Edith Hoffmann, 27.2.2013
Bild: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, KHMM

HIER WOHNTE
EDITH HOFFMANN
GEB. FALK
JG. 1910
DEPORTIERT 11.7.1942
AUSCHWITZ
ERMORDET

Link zu: Stolperstein für Leo Hoffmann, 27.2.2013
Stolperstein für Leo Hoffmann, 27.2.2013
Bild: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, KHMM

HIER WOHNTE
LEO HOFFMANN
JG. 1877
DEPORTIERT 19.2.1943
AUSCHWITZ
ERMORDET

Bildvergrößerung: Margarete Werschnet und Leo Hoffmann Verlobung
Margarete Werschnet und Leo Hoffmann Verlobung
Bild: Archiv

Leo Hoffman wurde am 25. Januar 1877 in Groß Wolz (heute Welcz) geboren. Er war ein erfolgreicher Kaufmann, wurde Mitinhaber der Baumwollfirma Gustav und Heinrich Jacoby in der Spandauer Straße in Berlin. Neben seinem Beruf betätigte er sich noch ehrenamtlich als Schatzmeister der jüdischen Gemeinde zu Berlin.
Er heiratete Margarete Wreschner, geboren am 26. September in 1889 in Rakwitz, (heute Rakoniewice). Das Ehepaar bekam drei Kinder: Hans Ludwig genannt Harry, geb. am 22.Februar 1910, Günter, geb. am 8. März 1913 und Erika geb. am 1. Juni 1915.
Sie übte außerdem in der Firma ihres Mannes den Beruf der Bürovorsteherin aus.
Seit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurde die Firma
auch den immer aggressiver werdenden Boykottmaßnahmen ausgesetzt. Die Maschinen, die Fabrikate, alle Büroeinrichtungen wurden beschlagnahmt.
Leo Hoffmann wurde zur Zwangsarbeit verpflichtet als Metallarbeiter in den Deuta-Werken (Deutsche Tachowerke) in der Oranienstraße 25. Dort erhielt er einen Wochenlohn von 27RM und musste eine Miete von 111,20 RM zahlen.
Die Ersparnisse und Lebensversicherungen waren vorher eingezogen worden.
Da die Firma ihres Mannes nicht mehr existierte, hatte auch Margarete Hoffmann ihre Arbeit verloren.
Nach dem Ausfüllen der Vermögenserklärung wurde das Ehepaar am 19. Februar 1943 mit dem 29.Osttransport nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Quellen: Brandenburgisches Landeshauptarchiv; Landesarchiv Entschädigungsakten
Textbearbeitung Stolpersteininitiative Charlottenburg – Wilmersdorf

Link zu: Stolperstein für Margarete Hoffmann, 27.2.2013
Stolperstein für Margarete Hoffmann, 27.2.2013
Bild: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, KHMM

HIER WOHNTE
MARGARETE
HOFFMANN
GEB. WRESCHNER
JG. 1889
DEPORTIERT 19.2.1943
AUSCHWITZ
ERMORDET

Margarete Hoffmann geb. Wreschner wurde am 26. September 1889 als Tochter von Selma, geb. Midowsky und Dr. Siegfried Wreschner in Rakwitz (dem heutigen Rakoniewice) geboren.

Um 1909 heiratete sie Leo Hoffmann, der Mitinhaber der Baumwollgroßhandlung G. + H. Jacoby in der Spandauer Str. 38 in Berlin-Mitte war und ehrenamtlicher Schatzmeister der Jüdischen Gemeinde Berlin.

Das Ehepaar hatte drei Kinder: Harry Hoffmann kam am 22. Februar 1910 zur Welt, Günter wurde am 8. März 1913 geboren und Erika Hoffmann am 1. Juni 1915. Ende der 1930er Jahre lebten Margarete und Leo Hoffmann zusammen mit ihrem Sohn Günter in einer Wohnung in der Duisburger Straße 1 in Wilmersdorf. Ihre Tochter Erika wohnte mit ihrem Ehemann Dr. Erich Wreschner in der Leibnitzstr. 4 in Charlottenburg. Ihr ältester Sohn Harry konnte 1937/1938 in die USA emigrieren.

Am 11. Juli 1942 wurde ihr Sohn Günter nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Erika wurde mit ihrem Mann am 29. Januar 1943 nach Auschwitz deportiert. Leo und Margarete Hoffmann wurden als letzte in Berlin verbliebene Familienmitglieder am 19. Februar 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Ihr Sohn Harry überlebte die Shoah in den USA.

Biografische Zusammenstellung: Nachlass Wolfgang Knoll

Link zu: Stolperstein für Ernst Schein, 27.2.2013
Stolperstein für Ernst Schein, 27.2.2013
Bild: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, KHMM

HIER WOHNTE
ERNST SCHEIN
JG. 1895
DEPORTIERT 26.2.1943
AUSCHWITZ
ERMORDET

Link zu: Stolperstein für Selma Schein, 27.2.2013
Stolperstein für Selma Schein, 27.2.2013
Bild: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, KHMM

HIER WOHNTE
SELMA SCHEIN
GEB. NOHER
JG. 1893
DEPORTIERT 26.2.1943
AUSCHWITZ
ERMORDET

Link zu: Stolperstein für Eva Schein, 27.2.2013
Stolperstein für Eva Schein, 27.2.2013
Bild: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, KHMM

HIER WOHNTE
EVA SCHEIN
JG. 1927
DEPORTIERT 26.2.1943
AUSCHWITZ
ERMORDET

Link zu: Stolperstein für Günter Schein, 27.2.2013
Stolperstein für Günter Schein, 27.2.2013
Bild: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, KHMM

HIER WOHNTE
GÜNTER SCHEIN
JG. 1922
DEPORTIERT 17.5.1943
AUSCHWITZ
ERMORDET

Link zu: Stolperstein für Else Noher, 27.2.2013
Stolperstein für Else Noher, 27.2.2013
Bild: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, KHMM

HIER WOHNTE
ELSE NOHER
JG. 1882
DEPORTIERT 12.1.1943
AUSCHWITZ
ERMORDET

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Stolperstein für Elly Herzog, 27.2.2013
Bild: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, KHMM

HIER WOHNTE
ELLY HERZOG
GEB. HEINEMANN
JG. 1884
DEPORTIERT 15.8.1942
RIGA
ERMORDET 18.8.1942

Bildvergrößerung: Heinz Herzog Geburt
Heinz Herzog Geburt
Bild: Archiv

Elly Herzog geb. Heimann wurde am 12. September 1884 in der Hansestadt Anklam in Vorpommern geboren. Ihre Eltern waren Isidor und Bertha Herzog, geb. Wolf. Um 1910 heiratet sie Benno Herzog, der zusammen mit seinem Bruder Max die „Papierwarengrosshandlung Gebr. Herzog“ in der Spandauer Str. 38 in Berlin betreibt. Am 30. Januar 1912 bekommt das Paar einen Sohn namens Heinz.
In dem Papiergeschäft ihres Mannes findet Elly Anstellung und arbeitet dort auch nach dem Tod Bennos am 27. September 1929 weiter. Nach 1933 erlebt das Geschäft antijüdische Hetzkampagnen, Boykotte und eine zunehmend restriktive NS-Gesetzgebung. 1937 wird Elly Herzog entlassen und die Großhandlung kurz darauf aufgelöst. Ab den 1940er-Jahren muss sie in einer Berliner Firma (vmtl. in der Gipsstraße) Zwangsarbeit leisten.

Am 15. August 1942 wird Elly Herzog nach Riga deportiert und dort unmittelbar nach der Ankunft in den Wäldern von Biķernieki, östlich der lettischen Hauptstadt, ermordet. Ihr Sohn Heinz überlebte den Nationalsozialismus. Er konnte sich 1935 über Dänemark nach Bogota in Kolumbien in Sicherheit bringen.

Biografische Zusammenstellung: Nachlass Wolfgang Knoll

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Stolperstein für Siegmund Schneller, 27.2.2013
Bild: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, KHMM

HIER WOHNTE
SIEGMUND
SCHNELLER
JG. 1883
DEPORTIERT 15.8.1942
RIGA
ERMORDET 18.8.1942

Link zu: Stolperstein für Sara Schwersenz, 27.2.2013
Stolperstein für Sara Schwersenz, 27.2.2013
Bild: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, KHMM

HIER WOHNTE
SARA SCHWERSENZ
GEB. JACOBOWSKI
JG. 1871
DEPORTIERT 23.9.1942
THERESIENSTADT
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Sara Schwersenz geb. Jakobowski wurde am 30. Dezember 1871 in Gostin, Schlesien (heute Gostyn) geboren.
Ihr Vater war ein Getreidekaufmann und Spediteur der Firma Lachmann und Jakobowski.
Sie besuchte die höhere Töchterschule, lernte den Beruf der Haushälterin und heiratete im Jahre 1896 Josef Schwersenz. Aus der Ehe ging am 16. März 1898 die Tochter Paula hervor. Die Ehe dauerte nicht sehr lange, schon drei Jahre später, 1899, wurde das Ehepaar in Berlin geschieden.
Wegen finanzieller und persönlicher Probleme holte Paula ihre Mutter nach Waldenburg in Schlesien. Dort gelang es ihr zunächst, ein Schuhwarengeschäft einzurichten, von dessen Einnahmen sie leben konnte.
Doch zu Beginn der dreißiger Jahre begannen die Boykottmaßnahmen gegen jüdische Geschäfte.
Als die Angriffe unerträglich wurden, gab Sara Schwersenz das Geschäft auf und siedelte nach Berlin zurück. Ihre Tochter Paula, verheiratete Ehrlich, später Trisom wollte angesichts der Restriktionen in allen Lebensbereichen, Verfolgung und wegen der gewalttätigen Angriffe nicht mehr in Deutschland bleiben, und es gelang ihr noch rechtzeitig in die USA zu emigrieren.
Sara Schwersenz wurde am 23. September 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo sie unter unsäglichen Bedingungen leben musste. Am 16. April 1944 wurde sie nach Auschwitz gebracht und dort ermordet.

Quellen: Brandenburgisches Landeshauptarchiv; Landesarchiv Entschdigungsakten
Textbearbeitung Stolpersteininitiative Charlottenburg -Wilmersdorf

Die Stolpersteine vor dem Haus an der Duisburger Straße 1 wurden am 29.3.2008 gemeinsam mit den Stolpersteinen an der Konstanzer Str.4 verlegt. Die Verlegung der Stolpersteine war ein Vorhaben der Bewohnerinnen und Bewohner beider Häuser und ist von ihnen finanziert worden. Initiator war Prof. Dr. Klaus Brake. An einer Feierstunde zur Übergabe der Stolpersteine an die Öffentlichkeit am 26.4.2008 nahmen ca. 80 Personen teil.

  • Beitrag von Prof. Dr. Klaus Brake
  • Beitrag von Wolfgang Knoll
  • Frank, Wanda, geborene Levy am 09.01.1877 in Bochum, deportiert 09.07.1942, nach Theresienstadt, 19.09.1942 nach Treblinka, dort ermordet;
  • Awner, Ida, geborene Levy am 26.10.1875 in Bochum, deportiert 09.07.1942, nach Theresienstadt, 19.09.1942 nach Treblinka, dort ermordet;
  • Hoffmann, Günter, geboren 08.03.1913 in Berlin, deportiert 11.07.1942, vermutl. nach Auschwitz, dort ermordet
  • Hoffmann, Edith, geborene Falk am 13.10.1910 in Berlin, deportiert 11.07.1942, vermutl. nach Auschwitz, dort ermordet
  • Hoffmann, Leo, geboren 25.01.1877 in Groß Wolz, deportiert 19.02.1943 nach Auschwitz und dort ermordet
  • Hoffmann, Margarete, geborene Wreschner am 26.09.1889 in Rakwitz, deportiert 19.02.1943 nach Auschwitz und dort ermordet
  • Schein, Ernst, geboren 19.11.1895 in Beuthen O. S., 26.02.1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet
  • Schein, Selma, geborene Noher am 18.12.1893 in Kattowitz, 26.02.1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet
  • Schein, Eva, geboren 10.11.1927 in Berlin, 26.02.1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet
  • Schein, Günther, geboren 23.05.1922 in Kattowitz, 17.05.1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet
  • Noher, Else Ella, geboren 16. Januar 1882 in Kattowitz, 12. Januar 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet
  • Herzog, Elly, geborene Heinemann am 12.09.1884 in Anklam, 15.08.1942 nach Riga deportiert und dort am 18.8.1942 ermordet
  • Schneller, Siegmund, geboren 27.11.1883 in Breslau, 15.08.1942 nach Riga deportiert und dort am 18.8.1942 ermordet
  • Schwersenz, Sara, geborene Jacobowski am 30.12.1871 in Gostin, 23.09.1942 nach Theresienstadt und von da am 16.05.1944 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet

Prof. Dr. Klaus Brake zur Feierstunde am 26.4.2008

Meine Damen und Herren, ich begrüße Sie im Namen der Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses Duisburger Str. 1 / Konstanzer Str. 4, an dessen Ecke wir hier stehen.
Wir freuen uns über die zahlreiche Teilnahme, insbesondere auch der Bürgermeisterin unseres Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf, Frau Monika Thiemen und des früheren Regierenden Bürgermeisters von Berlin und deutschen Botschafters in Israel, Klaus Schütz.
Ich wünsche uns ausdrücklich einen guten Tag, und ich denke auch: wir haben einen guten Tag heute; damit meine ich nicht nur das schöne frühlingshafte Wetter. Ich meine damit vor allem: ein guter Tag ist der, an dem wir vor diesen Stolpersteinen hier stehen; dass nämlich unsere Hausgemeinschaft diese Stolpersteine auf den Wege gebracht hat, und dass wir damit die Erinnerung an diejenigen Mitbürgerinnnen und Mitbürger manifestieren und öffentlich machen können, die in Deutschland wegen ihres jüdischen Glaubens zu Tode gekommen sind, und die – in diesem Fall – im Mai1939 in unserem Haus ihren letzten selbständigen Wohnsitz hatten.
So viele Stolpersteine vor einem Haus
Diese Erinnerungs-Aktion hier begann einmal mit dem Wissen um 1 solchen Fall von Verfolgung und Ermordung. Schließlich sind es 20 Stolpersteine geworden, die deshalb hier nun liegen. Davon allein 14 für den Hausteil Duisburger Str.1, der eigentlich nur 7 Wohnungen hatte. Das sind erstaunlich viele. Und doch sind z.B. für das Haus Duisburger Str. 6 sogar 32 Menschen nachgewiesen, die später deportiert und ermordet wurden.
War die Duisburger Str. 1 das bereits, was Nazi-Deutschland als “Judenhäuser” installiert hatte? Nein, die wurden später eingerichtet.
Für die Überbelegung unseres Hauses ist folgendes zu bedenken:
Mit Wirkung vom 30. April 1939 war das neue “Gesetz über Mietverhältnisse von Juden” in Kraft getreten. Seine Regelungen waren darauf gerichtet, Juden den Mieterschutz zu verwehren, ihre Kündigung und die Räumung ihrer Wohnungen zu erleichtern und auch Zwangseinmietungen anderer Juden zu ermöglichen.
Und speziell für Berlin kam bereits seit 1938 noch etwas weiteres hinzu: hier sollte möglichst viel Wohnraum für diejenigen nicht-jüdischen Mieter verfügbar gemacht werden, die der Neuplanung für die Reichshauptstadt “Germania” weichen sollten. Dafür wurden ersatzweise Ansiedlungsgebiete ausgewiesen und als “judenreine Gebiete” deklariert. Und um sie dazu zu machen, gab es eine “Verordnung über die Neugestaltung der Reichshauptstadt Berlin und der Hauptstadt der Bewegung München” (v. 8. Februar 1939); sie ermöglichte die Exmittierung speziell der jüdischen Mieter. “Albert Speers Wohnungsmarktpolitik für den Berliner Hauptstadtbau” bevorzugte dafür große Altbauwohnungen – sie waren auch von Juden bewohnt und lagen in den westlichen Bezirken Berlins. Eine entsprechende Karte “judenreiner Gebiete” für Charlottenburg und Wilmersdorf umfasst das Gebiet rund um den Kurfürstendamm zwischen Fasanenstraße und Dahlmannstraße und im Süden bis zur Xantener Straße.
Diese beiden Strategien bewirkten, zumal zusammen, auf jeden Fall eine forcierte Wohnungsnot der jüdischen Bevölkerung Berlins. Die Duisburger Straße war noch nicht als “judenreines Gebiet” deklariert – umso mehr war sie ein Auffanggebiet für jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, die anderswo vertrieben wurden.
Auf diesem Hintergrund muß es nicht verwundern, daß in einem relativ kleinen Haus wie der Duisburger Str. 1 insgesamt 14 jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger lebten. Wir haben es also keineswegs mit einem “Judenhaus” zu tun, sondern mit der damals erzeugten “Normalität” des Wohnens jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger in Berlin:
20faches Erinnern
Und das erklärt uns auch, warum wir hier nun vor so besonders vielen Stolpersteinen hier stehen.
Sie erinnern an die folgenden Mitbürgerinnen und Mitbürger:
Verlesung der 20 Namen
“Hier wohnte:
Ida Awner,
Wanda Frank,
Elly Herzog,
Edith Hoffmann,
Günter Hoffmann,
Leo Hoffmann,
Margarete Hoffmann,
Else Ella Noher,
Erna Eva Schein,
Ernst Schein,
Günther Schein,
Selma Schein,
Siegmund Schneller,
Sara Schwersenz,
Alice Bromberg,
Ernst Bromberg,
Else Brombert,
Max Pollack,
Johanna Sechehaye,
Paula Sommerfeldt.
und Niederlegung je einer roten Rose
Wir erinnern damit also an das tödliche Geschehen, das Mitbürgerinnen und Mitbürger damals in Wilmersdorf-Charlottenburg erleiden mussten. Wir wirken mit an einer Erinnerungs-Kultur dieses Stadtbezirks.
Was wir über die diese Menschen wissen
Die Stolpersteine informieren uns über die 20 Mitbürgerinnen und Mitbürger anhand wesentlicher “Eckdaten” ihres Lebens, wie: Geburts-Jahr und -Ort / Zeit und Ort der Deportation und der Ermordung. Das sind erst einmal sehr nüchterne Informationen. Wir erfahren wenig über die Menschen selbst, an die hier erinnert wird.
Immerhin wissen wir, daß oft ganze Familien hier wohnten und betroffen waren, wie z.B. in der Konstanzer Str. 4:
Else Bromberg mit ihren Eltern Ernst und Alice Bromberg bzw.
in der Duisburger Sr. 1:
die Schwestern Wanda Frank und Ida Awner, aber auch
die Geschwister Eva Schein und Günter Schein mit ihren Eltern Ernst und Selma Schein und deren Schwester Else Ella Noher, und
Edith und Günter Hoffmann und dessen Eltern Leo und Margarete Hoffmann.
Und dennoch wissen wir leider zu wenig darüber, wer sie waren, wenn wir nämlich fragen: was waren ihre Lebensumstände? z.B. familiär, beruflich, sozial oder kulturell – oder auch: wie sind sie mit der Verfolgung umgegangen? Es befriedigt überhaupt nicht, darüber kaum etwas zu wissen. Möglichkeiten, zu recherchieren, sind noch zu wenig genutzt.
Immerhin hat sich folgendes z.B. schon ergeben:
Die meisten wohnten hier erst kurze Zeit nur im Mai 1939; denn anderswo in Berlin hatten sie ihre eigentlichen und größeren Wohnungen bereits verloren.
Viele waren von Beruf “Kaufmann”; in Wirklichkeit aber waren sie Inhaber von Konsumgüter-Großhandlungen gewesen – mit Sitz rund um die Spandauer Straße, der klassischen historischen Gegend jüdischer Handelshäuser.
Und von Leo Hoffmann wissen wir, daß er ehrenamtlicher Schatzmeister der Jüdischen Gemeinde Berlin war.
In 1 Fall aber konnten wir in Kontakt kommen mit Hinterbliebenen, und zwar von
Johanna Hilda Sechehaye.
Sie wurde am 27. April 1942 ermordet – also morgen vor 66 Jahren.
Ihr möchte ich unsere Erinnerung heute insbesondere widmen.
Wer war Johanna Hilda Sechehaye? Wie ist ihr Leben verlaufen?
Johanna Hilda Sechehaye wird geboren am 08.April 1897 in Augsburg -
als zweite Tochter von Karl Schwarz (1857-1926) und Anna Schwarz (1870-1939), geb. Rosenmayer – wächst dort auf zusammen mit ihrer älteren Schwester Emmy (1895-1970/USA)(verh. m Martin Cohn bzw. m. Kurt Glaser) und ihrer jüngeren Schwester Charlotte (1904-1942/Ravensbrück-Bernburg)(verh. m. Wilhelm Eckart)(für die Tochter Gabriele verliert sich mit 6 Jahren jede Spur) – graduiert in Mathematik, Ökonomie und Philosophie – heiratet Emil Josef Karl Sechehaye (in den 1920er Jahren in München und Berlin bekannter Graphiker / Josef Seche) – bringt am 19. Dezember 1924 ihren Sohn René zur Welt – übersiedelt mit ihrer Familie 1928 nach Berlin – arbeitet in einem Ingenieurbüro (bzw. Architekturbüro) – trennt sich unter beginnenden antijüdischen Kampagnen 1930 von ihrem nichtjüdischen Mann.
Johanna Hilda Sechehaye bringt ihren Sohn 1936 in ein Internat nach Zagreb (nach gewaltsamer Rückführung 1944 nach Deutschland und Emigration nach Skandinavien konnte er schließlich )(?12.02.2000 in Augsburg) – sie versucht in Mailand, eine Auswanderungs-Möglichkeit zu ihrer Schwester Emmy zu finden – kehrt erfolglos nach Berlin zurück – verliert am 20.September 1939 ihre Mutter, die sich am Vorabend ihrer Deportation das Leben nimmt.
Johanna Hilda Sechehaye ist polizeilich zuletzt wohnhaft gemeldet im Haus Konstanzer Str. 4 – wird im Frühjahr 1941 polizeilich festgesetzt – schreibt (am 31. März 1941) an einen Gewährsmann (wohl ihr Rechtsanwalt) mit der Bitte um ein paar alltägliche Dinge im Hinblick auf einen “Transport”, den sie für den 5. April erwartet.
Johanna Hilda Sechehaye wird 1942 nach Ravensbrück deportiert – wird im April 1942 in das Tötungslager Bernburg a.d.Saale verlegt und dort am 27. April 1942 ermordet.
In dem erwähnten Brief beschreibt sie die kleinen persönlichen Dinge, um die sie bittet, vor allem danach, wo sie in ihrer Wohnung zu finden sind: damit führt sie uns durch die Wohnung, die sie in der Konstanzer Str. 4 hatte (wir wissen nicht, welche es war) und die sie unter polizeilichem Zwang verlassen musste.
Was aber bedeutete es nun praktisch, wenn wir davon sprechen, sie wurde – wie alle anderen – “deportiert”?
Zum Schluß bleibt unser Dank, dass Sie sich haben ansprechen lassen für diese Stolpersteine.
Sie liegen hier zunächst zur Erinnerung an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die in 1939 in unserem Haus gewohnt haben und später deportiert und ermordet wurden.
Sie liegen hier auch als Ausdruck von Verantwortung für begangenes Leid in deutschem Namen, als Bekenntnis begangenen Unrechts.
Insbesondere liegen sie hier aber als Mahnung, daß auch nur annähernd ähnliches nie wieder und nirgendwo geschehen darf.
Diese 20 Stolpersteine sind hier nun verlegt, und wir haben sie der Öffentlichkeit unseres Gemeinwesens übergeben. Damit aber beginnt das Engagement auch erst wieder:
Nämlich dazu beizutragen, jedem Anfang von Unrecht zu wehren und Zivilcourage – zumal gegen Diskriminierung – als erste Bürgerpflicht zu üben.
Und es bleibt, die Recherchen zu vertiefen, wer diese 20 Menschen waren.
Für alles bitte ich um gemeinsames Engagement.

Wolfgang Knoll zur Feierstunde am 26.4.2008

20 Stolpersteine für Menschen, die von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet wurden – so sagen wir heute.
Wie war es aber wirklich in der dunklen deutschen Zeit bis 1945?
Das Wort “Deportation” war den Deutschen, ganz gleich, ob bei der Gestapo, der Polizei, dem Finanzamt, der Reichsbahn, der Post beamtet oder auch den Gerichtsvollziehern, den Angestellten von Banken, Bewag, Gasag, den Hauseigentümern und -verwaltern und den Nachbarn nicht geläufig. Man sprach und schrieb von “Evakuierung”, “Abwanderung” oder schlimmstenfalls von “Abschiebung”.
Wahr ist – auch wenn es immer noch von einigen Unverbesserlichen geleugnet wird, dass Deutsche andere Menschen, die nach den “Nürnberger Gesetzen” von 1935 und dem penibel genauen Kommentar dieser Gesetze Juden oder “jüdisch versippt” waren, ausgeplündert und ermordet haben.
Wahr ist auch, dass alle Deutschen die “Führer-Reden” gehört oder gelesen hatten, in denen von der “Vernichtung der jüdische Rasse” gesprochen – nein, gebrüllt wurde.
Wahr ist auch, dass der Mitverfasser des Kommentars der “Nürnberger Gesetze”, Dr. Hans Globke, nach dem Krieg Staatssekretär im Bundeskanzleramt geworden ist. Globke steht hier für tausende andere Täter, die nach dem Krieg in der Bundesrepublik Deutschland Karriere machten.
Dies alles kann meiner Generation und den folgenden Generationen nicht den Stempel der Kollektivschuld aufdrücken – aber es vereint uns Deutsche in einer Kollektivscham, wie Theodor Heuß es 1949 genannt hat.
Und so verbeugen wir uns, wenn wir die Namen auf diesen Stolpersteinen lesen, in Scham und Trauer.
Als erste wurde aus den beiden Häusern die Architektin Johanna Sechehaye Ende März 1941 verhaftet, 1942 nach Ravensbrück deportiert und am 27. April 1942 in der zur Tötungsstätte umgebauten Heilanstalt Bernburg ermordet.
Paula Sommerfeldt wurde am 13. Juni 1942 mit dem 15. Osttransport zusammen mit über 730 Berlinern nach Sobibor deportiert und vermutlich sofort nach Ankunft am 15. Juni 1942 ermordet.
Am 9. Juli 1942 wurden die Schwestern Ida Awner und Wanda Frank vom Anhalter Bahnhof nach Theresienstadt gebracht. Wahrscheinlich hofften sie, im sogenannten “Altersghetto” weiterleben zu können, aber schon am 19. September 1942 wurden sie nach Treblinka deportiert und dort ermordet.
Am 11. Juli wurden Edith und Günter Hoffmann vermutlich nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
Elly Herzog und einer ihrer Untermieter, Siegmund Schneller, mußten Berlin am 15. August 1942 zusammen mit 1000 Anderen vom Güterbahnhof Moabit aus verlassen und wurden unmittelbar nach ihrer Ankunft in den Wäldern bei Riga ermordet. Im Transport waren auch 57 Kinder unter 10 Jahren.
Am 26. August 1942 wurde Ernst Bromberg nach Theresienstadt deportiert, seine Frau Alice Bromberg, die nach Globkes Kommentar “arisch, aber jüdisch versippt” war, ließ ihren Mann nicht im Stich. Ernst Bromberg lebte noch bis zum 10. Februar 1943, Alice Bromberg wurde am 9. Mai 1944 ermordet.
Sara Schwersenz, mit fast 71 Jahren das älteste Opfer aus beiden Häusern, war am 23. September 1942 mit einem der kleinen Transporte nach Theresienstadt gebracht worden. Im Mai 1944 wurde auf Befehl des RSHA der “Lagerbestand” dort um 7500 Menschen durch Transporte nach Auschwitz reduziert, weil man einer für Juni 1944 angekündigten internationalen Kommission des Roten Kreuzes einen “schönen und wohnlichen Ort” vorführen wollte. Sara Schwersenz wurde vermutlich am 17. Mai 1944 in eine der Gaskammern von Birkenau getrieben.
Am 12. Januar 1943 wurden Else Bromberg und Else Noher und am 19. Februar Leo und Margarete Hoffman nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
Ihnen folgten am 26. Februar Ernst und Selma Schein mit ihrer 15-jährigen Tochter Eva. Sie erlitten in Auschwitz das gleiche Schicksal.
Ihr Sohn Günther Schein mußte noch bis Mitte Mai 1943 Zwangsarbeit bei der Berliner Färberei und Druckerei R. Wolf leisten. Er wurde am 17. Mai 1943 nach Auschwitz deportiert und ermordet. Sein “Arbeitgeber” hat den Restlohn von rd. 84,— RM an die Vermögensverwertungsstelle beim Oberfinanzpräsidenten Berlin-Brandenburg überwiesen.
Mit der Deportation des 66-jährigen Max Pollack am 4. August 1943 nach Auschwitz waren beide Häuser dann “judenfrei”. Es ist zu vermuten, dass Max Pollack auf Grund seines Alters nach der “Selektion” auf der Rampe sofort in einer der Gaskammern ermordet worden ist.
Teile seines Mobiliars wurden “mit Genehmigung durch den Dienststellenleiter, Herrn Oberregierungsrat Bötcher, an Bombengeschädigte, Wehrmachtsangehörige usw.” verkauft.
Hier liegen jetzt 20 Stolpersteine für Menschen, die 1939 in diesen Häusern gewohnt haben und deportiert und ermordet worden sind – Stolpersteine für zwanzig der über 7.000 aus Wilmersdorf deportierten und ermordeten Juden.
Mit den Stolpersteinen werden ihre Namen dem Vergessen entrissen, mit den Daten auf den Steinen wird ihr Schicksal den heute Lebenden verdeutlicht.
Unausgesprochen steht für jeden Stolperstein das “Nie wieder!”.

Quellen: Gedenkbuch des Bundesarchivs, 2. Auflage 2006; “Dr. Hans Globke, Aktenauszüge, Dokumente” Reinhard-M. Strecker (Herausgeber) Rütten & Loening Verlag 1961; Gedenkbuch Berlins der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus, 1995; Brandenburgisches Landeshauptarchiv, Rep 36 A II; Die Judendeportationen aus dem Deutschen Reich 1941 – 1945, Gottwald/ Schulle, 2005.