Olivaer Platz

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Olivaer Platz, 7.7.2011 Bild: Bezirksamt, KHMM

Wilmersdorf, zwischen Konstanzer, Württembergische, Pariser und Lietzenburger Straße
Der Blockplatz mit zehn Straßeneinmündungen wurde 1892 benannt nach dem Kloster Oliva bei Danzig. 1910 wurde er streng symmetrisch angelegt mit einem von Pyramidenpappeln umgebenen Terrassenplatz samt Grottenbrunnen im westlichen Teil, einem Kinderspielplatz im östlichen, dazwischen vertiefte Rasenfläche. Hecken und Alleen begrenzen den Platz an den Seiten. Es gab mehrfach Änderungen und 1961 eine komplette Neugestaltung durch Eberhard Fink. Sie wurde erforderlich durch den 1956 begonnenen Ausbau der Lietzenburger Straße zu einer Hauptverkehrsstraße. Rasenflächen, Sitznischen und Kinderspielecken, Wasserspiele in drei Brunnenbecken, Gartenbeleuchtung, Mauern, Pergolen und Gehölzgruppen wurden jetzt asymmetrisch angeordnet. Auf der östlichen Seite entstand ein Parkplatz.
1963 wurde die Skulptur Schlüssel von Yasuo Mizui aufgestellt.
1998 wurde die 6 m hohe Stahlskulptur Lenz 92 von Pit Kroke am Eingang zum Olivaer Platz an der Konstanzer Ecke Lietzenburger Straße aufgestellt.
2009 wurde über Pläne der Unternehmensgruppe Peter Unger diskutiert, für 25 Mio EUR auf dem Olivaer Platz nach dem Vorbild von Covent Garden in Londen eine Markthalle mit 4.000 qm Verkaufsfläche in drei lichtdurchfluteten Geschossen zu bauen, in der Brandenburger Erzeuger ihre Produkte direkt vermarkten können sollten. Darunter sollte eine Tiefgarage entstehen.
Am 2.12.2011 entschied sich die Jury des Wettbewerbs zur Neugestaltung des Olivaer Platzes für den Entwurf des Dresdener Landschaftsarchitekturbüros Rehwaldt. Danach soll auf Parkplätze verzichtet werden. Große Rasenflächen, Promenaden an der Nord- und Südseite und ein Platz mit Café im Westen sollen entstehen. Die Kosten von 2,5 Millionen EUR sollen aus Fördermitteln bezahlt werden. Eine Initiative von Geschäftsleuten und die AG City wollen die Parkplätze erhalten und suchen einen Investor für den Bau einer Tiefgarage. Mit den Einnahmen aus den Parkgebühren könnte dann auch die Pflege und Bewachung der Grünanlage finanziert werden.
In einem Bebauungsplanverfahren wird die Umgestaltung vorbereitet. 2014 soll mit dem Bau begonnen werden. Mit zwei Jahren Bauzeit wird gerechnet.