Nach dem Krieg wurde die kriegsbeschädigte Waldbühne zunächst vor allem für Boxveranstaltungen genutzt. Legendär waren der Boxkampf von Max Schmeling am 31.10.1948 und die Trauerfeier für Kurt Schumacher 1952.
1961 wurde der Bühnenbereich wieder hergestellt, und die Waldbühne entwickelte sich zu einem beliebten kulturellen Veranstaltungsort – auch für Freiluftvorführungen innerhalb der Berlinale, die ja in früheren Jahren regulär im Juni stattfand. Besonders beliebt waren dabei die Publikumsentscheide.
In der Nacht vom 15. auf den 16.9.1965 wurden große Teile der Sitzreihen bei Tumulten nach einem Rolling-Stones-Konzert zerstört. Danach gab es in den 1960er und 70er Jahren nur noch vereinzelte Veranstaltungen. Am 29.6.1980 trat Bob Marley in einem sensationellen Konzert auf. 1981 pachtete der Konzertveranstalter Peter Schwenkow die Waldbühne. 1982 wrude die Zeltdachkonstruktion über der Bühne errichtet. Seither gibt es jedes Jahr eine Reihe von Open-Air-Veranstaltungen mit Rock-, Pop- und Klassikkonzerten, sowie Kinovorstellungen.
Am 30.6.1984 traten erstmals die Berliner Philharmoniker in der Waldbühne auf - unter der Leitung von Reinhard Peters. Das Experiment mit der Freiluft-Klassik wurde zum Publikumsrenner: Das jährliche Konzert zum Abschluss der Saison der Berliner Philharmoniker in der ausverkauften Waldbühne ist inzwischen ein Highlight des Berliner Veranstaltungskalenders. Dirigiert haben bisher Daniel Barenboim, Erich Leinsdorf, Rafael Frühbeck de Burgos, Lorin Maazel, Sir Colin Davis, Claudio Abbado und Sir Simon Rattle.
Nach einer Ausschreibung des Berliner Senats für den neuen Pachtvertrag ab 2009 wurde der Zuschlag an den Veranstalter CTS Eventim
gegeben.