Die ehemalige Spionagestation wurde 1992 von den Amerikanern aufgegeben. Ab 1994 nutzte Berlin die Anlage vorübergehend für die zivile Flugüberwachung. 1996 erwarb eine Investorengruppe um den Kölner Architekten Hartmut Gruhl und den Planer Hanfried Schütte das 48.000 qm großen Areal und plante die Errichtung von Eigentumswohnungen, Restaurants, Sportanlagen, eines Fünf-Sterne-Hotels, sowie eines Spionagemuseum unter Beibehaltung der markanten Kuppeltürme. Ursprünglich vorgesehener Baubeginn war 1998. Außer einigen Fundamenten und einer Musterwohnung wurde nichts realisiert.
Gegen dieses Projekt inmitten des Landschaftsschutzgebietes Grunewald protestierte die Aktionsgemeinschaft Teufelsberg. Im Sommer 2002 wurden die Bauarbeiten eingestellt und eine bescheidenere Neuplanung vorgelegt, die allerdings nicht realisiert wurde.
Im Juli 2004 kündigt Stadtentwicklungssenatorin Ingoborg Junge-Reyer an, die am 25.9.2004 endende Baugenehmigung nicht mehr zu verlängern. Am 1.11.2005 beschloss der Senat den neuen Flächennutzungsplan, in dem der Teufelsberg insgesamt als Wald ausgewiesen ist. Im November 2007 legte die Maharishi-Weltfriedensstiftung mit ihrem Meditationslehrer Raja Emanuel Schiffgens und ihrem prominenten Mitglied, dem Hollywood-Regisseur David Lynch, auf dem Plateau den Grundstein für den Bau einer Universität mit einem 50 m hohen "Turm der Unbesiegbarkeit". Die Stiftung teilte mit, sie habe das Grundstück gekauft und wolle einen Bauantrag stellen. Nach Auffassung des Bezirksamtes kann allerdings keine Baugenehmigung für ein Grundstück im Wald erteilt werden.
Am 25.7.2006 wurde eine neue Treppe am Drachenberg eröffnet. Das ist die erste Kuppe des Teufelsbergs von der Heerstraße aus, die gerne von Joggern, Rodlern und Drachenfliegern genutzt wird. Sie ist nur 99 m hoch. Die Treppe besteht aus 280 Stufen und mehreren Podesten.
Seit dem 13.2.2011 bietet "Berlin Sight Out" Führungen durch das Gelände und im Radarturm an. Anmeldung im Internet unter www.berlinsightout.de
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Am 19.3.2012 stellte Architekt Hartmut Gruhl bei einem Treffen mit Stadtentwicklungsstaatssekretär Ephraim Gothe und Stadtentwicklungsstadtrat Marc Schulte die neuen Pläne seiner Investorengemeinschaft vor, nach denen eine Aussichtsplattform mit Café, ein Ausflugslokal, Veranstaltungssäle und ein Museum mit einem historischen Parcours entstehen soll. Vom Parkplatz an der Teufelsseechaussee soll ein Elektro-Shuttlebus die Besucherinnen und Besucher nach oben bringen.
Eigentümer des Geländes: Kölner IGTB GmbH & Co. Investorengemeinschaft Teufelsberg KG, Hartmut Gruhl und Hanfried Schütte
Literatur
Behling, Klaus; Jüttemann, Andreas: Der Berliner Teufelsberg, Berlin (BerlinStory Verlag) 2011, 48 S., 5.- EUR
vgl. auch www.teufelsberg-berlin.de