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Lexikon: Charlottenburg-Wilmersdorf von A bis Z

Prager Platz

1870 von Johann Anton Wilhelm von Carstenn-Lichterfelde als südwestlicher Eckpunkt einer regelmäßigen städtebaulichen Figur, der nach ihm benannten Carstenn-Figur, geplant. Name seit 1888, zuvor Halberstädter Platz. Ovaler verkehrsberuhigter Platz mit fünf Straßeneinmündungen, gepflasterter Fahrbahn, Mittelinsel mit Rasenfläche, Randrabatten, Heckengrün hinter Sitzbänken und einem Fontänenbrunnen in flacher Steinschale; 1986 in dieser Form entsprechend seiner historischen Struktur neu gestaltet. Schwere Kriegsschäden der Platzrandbebauung.
Prager Platz Nr.6 1993, Foto: E. u. W. Werzat
Juni 2002 Fertigstellung der"Prager Passage" mit siebzehn Gewerbeeinheiten und einem Fitnessclub, Teil des letzten Lückenschlusses am Prager Platz; damit findet eine durch die IBA 1987 angestoßene städtbauliche Entwicklung ihren Abschluß. Die neuen Gebäude am Prager Platz zeigen das traditionelle architektonische Stilmittel der Eckbekrönung zur Betonung der Kopfbauten an den Straßeneinmündungen.
Der Prager Platz war in den 20er Jahren ein kulturelles Zentrum im Berliner Westen; gelegen in dem zu Wilmersdorf und Schöneberg gehörenden Bayerischem Viertel - einem Viertel mit hoher Lebensqualität, der sogenannten "Jüdischen Schweiz" -, lebten hier viele jüdische Bürger, Künstler und Intellektuelle; Erich Kästner hat dem Prager und dem Nikolsburger Platz mit "Emil und die Detektive" ein literarisches Denkmal gesetzt.
Alljährlich wird hier das traditionelle Fest der Nationen gefeiert.

zum Trigon-Richtfest am 11.10.2001:

Lage

Prager Platz
Prager Platz
10779 Berlin


Stadtplan

an Motz-, Prager-, Trautenau-, Prinzregenten- und Aschaffenburger Straße

Fahrverbindungen

U-Bahnhöfe:
U Spichernstr.:
U3, U9
U Güntzelstr.:
U9

Bus-Haltestellen:
U Spichernstr.:
204, N3, N9
Bamberger Str.:
204
U Güntzelstr.:
N9