Gedenktafel für Erich Kästner

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Prager Straße 6-10, 26.11.2012
Bild: Bezirksamt, KHMM

Die Berliner Gedenktafel, eine Porzellantafel der KPM, wurde am 5.1.1990 an dem Haus Prager Straße 6-10 enthüllt.

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Gedenktafel für Erich Kästner, 26.11.2012
Bild: Bezirksamt, KHMM

BERLINER GEDENKTAFEL

In dem Haus, das früher hier stand,
lebte von 1927 bis 1931
ERICH KÄSTNER
23.2.1899 – 29.7.1974
Journalist und Schriftsteller, Kinderbuchautor.
Beschreibt in “Emil und die Detektive” (1928)
seine Wohngegend am Prager Platz. 1933 wurden seine
Bücher von den Nationalsozialisten verbrannt.

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Erich Kästner um 1925
Bild: Landesarchiv Berlin

Michael Bienert weist in seinem 2014 erschienen Buch “Kästners Berlin. Literarische Schauplätze” darauf hin, dass zwei Angaben auf der Gedenktafel falsch sind:
Erich Kästner lebte nicht bis 1931 als möblierter Herr bei der Witwe Ratkowski in dem Haus an der damaligen Prager Straße 17, sondern suchte sich bereits 1929 eine eigene Wohnung.
Und “Emil und die Detektive” erschien nicht 1928, sondern 1929.

Bildvergrößerung: Roscherstraße, rechts Nr.16, hinten der Uhrturm der Paula-Fürst-Schule, 9.2.2013
Roscherstraße, rechts Nr.16, hinten der Uhrturm der Paula-Fürst-Schule, 9.2.2013
Bild: Bezirksamt, KHMM

Nach dem großen Erfolg des Kinderromans konnte er sich eine Wohnung im Quergebäude des Wohnhauses an der Roscherstraße 16, unweit des Lehniner Platzes am Kurfürstendamm leisten, wo er wohnte, bis das Haus am 16.2.1944 von einer Fliegerbombe getroffen wurde und ausbrannte.
Bis 1933 war er Hausautor des Kabaretts der Komiker, wo er neben Ernst Buch, Walter Mehring und Ernst Toller auch auf der Bühne stand. Das Café Leon im gleichen Haus wurde sein Stammcafé und bevorzugter Arbeitsplatz.