Markttreiben in Berlin

von Katharina-Franziska Kremkau

Markttreiben

Obst und Gemüse am Wittenbergplatz

Staunen und erleben; bummeln und schlemmen auf den Märkten von Berlin.

Was macht Berlin zu etwas ganz Besonderem und einzigartig in seinem Dasein? Unsere Hauptstadt versteckt sich ganz und gar nicht hinter irgendwelchen geschönten Fassaden und einem inszenierten Schauspiel.

Unsere Stadt kann und darf sich überall mit ihren vielen Vorzügen und Reizen zur Schau stellen.

Dies macht Berlin am liebsten bei seinen vielen und vor allem sehr vielseitigen Märkten. Das wissen die Berliner auch sehr gut zu nutzen und womöglich finden deshalb an allen Tagen in der Woche hier und dort diverse Wochen- oder Trödelmärkte in sämtlichen Bezirken Berlins statt.

Somit wird es einem nicht gerade leicht gemacht, sich für den nächsten Marktbesuch für einen aus insgesamt 160 Märkten zu entscheiden.

Wenn man viel sehen, hören, probieren, entdecken oder einfach nur etwas erleben möchte, sollte man sich vielleicht schon mehr Zeit nehmen als eigentlich angedacht war oder als sonst üblich für die notwendigen Gemüseeinkäufe ist.

Selbst wenn man eigentlich nicht gerade im Kaufrausch ist, lohnt sich der Gang über einen Berliner Markt immer. So ein Bummel über den Markt lässt sich gut mit einem Spaziergang an einem freien Tag verbinden. Oder wenn man vielleicht schon ein wenig gestresst von einer Sehenswürdigkeiten- und Entdeckertour durch halb Berlin gelaufen ist, kann man auch einfach nur von einer Parkbank aus dem Markttreiben zuschauen.

Markttreiben 3

Der Chanukka-Leuchter vor dem Jüdischen Museum Berlin

Ansonsten kann man sich beim Bummel durch das Markttreiben entspannen und daran erfreuen, wie die unzähligen bunten Waren die Besitzer wechseln.

Dabei wird einem auffallen, dass Berliner Märkte zum einen den klassischen und an festen Tagen stattfindenden Wochenmarkt bieten, bei dem man frisches Gartengemüse, exotisches Obst oder einfach nur ein paar preiswerte Socken erstehen kann.

In allen Berliner Bezirken kann man sich mit nationalen, internationalen und sehr oft auch selbstgemachten Gaumenfreuden verwöhnen lassen. Nur mit dem Flanieren über den Markt schafft man es, neue und oft fremde Kulturen und deren ganz spezielle Eigenheiten zu erleben.

Zum anderen finden an vielen Samstagen und Sonntagen im Jahr die berühmt-berüchtigten Trödel- und Antikmärkte auf den diversen Schauplätzen Berlins statt.

Dort werden uns längst verloren geglaubte Schätze und Dinge, bei denen man gar nicht gewagt hätte zu denken, dass es sie wirklich hier bei uns gibt, auf dutzenden bunt dekorierten Tischen und hübsch zu recht gemacht, präsentiert.

Um die Weihnachtszeit gelingt es den Weihnachtsmärkten, Berlin in einem besonderen Glanz hervorzuheben. Sie schaffen eine vorweihnachtlich stimmungsvolle Atmosphäre in der ganzen Stadt und beeindrucken immer wieder aufs Neue.

Markttreiben 2

Ein nettes Gespräch gehört zum Marktbesuch dazu

Die Weihnachtsmärkte auf dem Gendarmenmarkt und um das Opernpalais in Berlin-Mitte stechen jedes Jahr besonders hervor und versetzen ihre Besucher immer wieder ins Staunen. Kulinarische Köstlichkeiten und Kunsthandwerk werden aber auch auf vielen anderen Weihnachtsmärkten in der Stadt angeboten.

Eine wirkliche Besonderheit stellt der Chanukka-Markt im Jüdischen Museum dar. Das Museum feiert
Chanukka gleich einen ganzen Monat lang: mit Chanukka-Produkten aus der ganzen Welt, jüdischen Spezialitäten und einem kulturellen Begleitprogramm im festlich geschmückten Glashof.

Bestimmte Tipps möchte man gar nicht geben, denn jeder Markt hat etwas Besonderes und die Ansprüche der Marktbesucher sind so unterschiedlich wie die Märkte selbst.

Für mehr Informationen und genaue Hinweise findet man im Internet unter www.berlin.de/sen/wirtschaft/service/maerkte.html eine 14-seitige Liste mit allen in Berlin stattfindenden Märkten. Ein Blick in diesen kleinen „Marktführer“ lohnt sich, denn es werden die verschiedenen Märkte nach Berliner Stadtteilen unterteilt, des Weiteren findet man die genauen Adressen und Öffnungszeiten.


Die Autorin studiert Politik/Verwaltung und Geschichte an der Universität Potsdam und absolvierte ein Praktikum in der Redaktion von aktuell .