Union spielt 0:0 im Ost-Derby in Dresden

Union spielt 0:0 im Ost-Derby in Dresden

Union Berlin kann auch das dritte Spiel nacheinander nicht gewinnen und trennt sich 0:0 von Dynamo Dresden. Trotzdem liegen die Hauptstädter in der 2. Fußball-Bundesliga noch auf dem dritten Rang.

Linus Wahlqvist gegen Florian Hübner

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Dynamos Linus Wahlqvist (hinten) gegen Unions Florian Hübner.

Union Berlin hat im Kampf um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga erneut wichtige Punkte abgegeben und wartet schon seit drei Spielen auf einen Sieg. Im Ostderby bei Dynamo Dresden kamen die Eisernen am Sonntag nicht über ein 0:0 hinaus. Zwar bleibt die Mannschaft von Trainer Urs Fischer nach einem wenig überzeugenden Auftritt in der 2. Liga weiterhin Dritter, verpasste aber den möglichen Anschluss an das Spitzenduo. Mit 48 Punkten steht Union drei Zähler hinter dem Hamburger SV, der am Montag zum Abschluss des 28. Spieltags noch den 1. FC Magdeburg empfängt. Vierter bleibt der SC Paderborn (45).
«Irgendwo fehlt uns was im letzten Drittel vor dem Tor, daran müssen wir arbeiten. Ich bin aber optimistisch, dass wir das wieder hinbekommen», sagte Union-Profi Felix Kroos. «Es ist immer noch besser als zu verlieren, aber wir wollten einen Sieg. Wir waren am Ende nicht durchschlagskräftig genug.» Teamkollege Florian Hübner sagte: «Für mich sind es zwei verlorene Punkte, denn wir waren dominant. Es fällt uns momentan schwer, das Tor zu treffen.»
Vor 30 700 Zuschauern im ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion legte Union den besseren Start hin. Joshua Mees scheiterte bereits in der zweiten Minute an Dynamo-Keeper Markus Schubert, den Abpraller konnte der überraschte Ex-Dresdner Akaki Gogia jedoch nicht mehr verwerten und verfehlte das Tor.
In der an Höhepunkten armen ersten Halbzeit hatte Felix Kroos (22.) eine weitere gute Möglichkeit, während den Gastgebern von Coach Cristian Fiél, der zwischen 2001 und 2003 für die Berliner spielte, lange wenig gelang. Dresden leistete sich nach zuvor vier Spielen nacheinander ohne Niederlage zu viele einfache Fehler und schaffte es so bis zur Pause zu selten gefährlich aus der eigenen Hälfte heraus.
Union stand in der Defensive meist sehr sicher und hatte kaum größere Probleme, obwohl die Hauptstädter auf den angeschlagenen Linksverteidiger Christopher Lenz (Nackenprobleme) verzichten mussten. Für ihn rückte Ken Reichel in die Startelf.
Nach dem Seitenwechsel lauerten die Köpenicker weiter auf Schwächen von Dynamo, das schwache spielerische Niveau steigerte sich dabei nicht. Fischer sprach nach den Niederlagen gegen den 1. FC Heidenheim (1:2) und den SC Paderborn (1:3) zuletzt davon, dass seine Mannschaft «etwas gutzumachen» hat. Doch die Leistung bei den Sachsen war zu dürftig, um erstmals seit Anfang März wieder zu gewinnen. «Wir hatten genügend Möglichkeiten. Wir müssen uns vorwerfen lassen, dass wir nicht effizient genug sind. Wir können mit dem Punkt leben», sagte Fischer.
Aufgrund ihrer bis in die Schlussphase zu zögerlichen Angriffsbemühungen mussten die Dresdner Pfiffe der eigenen Fans über sich ergehen lassen. Beim ersten gefährlichen Konter spielte Erich Berko bei einer Überzahlsituation nicht rechtzeitig ab (76.). Berlin hatte auch deswegen sogar noch Glück, nicht noch zu verlieren. Für Union geht es am Freitag (18.30 Uhr/Sky) mit dem Heimspiel gegen Jahn Regensburg weiter.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 8. April 2019 09:18 Uhr

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