Drechsler: Kampfrichter-Team nicht Schuld an Mess-Chaos

Drechsler: Kampfrichter-Team nicht Schuld an Mess-Chaos

Die zweimalige Olympiasiegerin Heike Drechsler hat die Kampfrichter nach dem Mess-Chaos im Weitsprung-Finale bei der Leichtathletik-EM in Berlin ausdrücklich in Schutz genommen.

Heike Drechsler

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Heike Drechsler beim Einsatz bei der EM als Kampfrichterin im Weit- und Dreisprung. Foto: Michael Kappeler

«Unser Kampfrichterteam hat mit der ganzen Sache nichts zu tun. Wir haben unsere Arbeit gemacht. Das war alles korrekt», sagte die 53 Jahre alte frühere Spitzenathletin der Deutschen Presse-Agentur. Drechsler war an dem Wettkampf am Mittwochabend als Kampfrichterin beteiligt, sie ebnet nach den Weitsprüngen mit einem Schieber die Sand-Oberfläche.
Mehrere Athleten hatten beklagt, dass aus ihrer Sicht zu kurze Weiten gemessen worden seien. Der vierte Versuch des späteren Silbermedaillengewinners Fabian Heinle aus Stuttgart war zunächst nur mit 7,77 Metern gemessen worden. Nach einem Protest wurde die Weite später auf 8,02 Meter korrigiert.
Es habe sich um technische Probleme gehandelt, betonte Drechsler. «Die Kampfrichter können am wenigsten dafür - die machen einen sehr, sehr guten Job. Aber so etwas passiert. Wir sind Menschen und keine Maschinen. Mit dem Bandmaß wäre es allerdings schneller gegangen.» Die Weiten werden inzwischen nicht mehr von Hand, sondern elektronisch gemessen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 9. August 2018