Al-Dersimspor: Sportgericht will vorzeitig handeln

Al-Dersimspor: Sportgericht will vorzeitig handeln

Das Sportgericht des Berliner Fußball-Verbandes (BFV) will im Fall BSV Al-Dersimspor schon vor der offiziellen Verhandlung am 11. Oktober erste Maßnahmen ergreifen.

Fußballfeld

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Dazu wird es am Freitag eine Sitzung geben, bestätigte BFV-Sprecherin Vera Krings. Beim Berlin-Liga-Spiel des Kreuzberger Vereins gegen den Frohnauer SC (2:4) am vergangenen Sonntag soll es zu einer gewalttätigen Attacke gegen Referee Stefan Paffrath gekommen sein. Der Verband hatte daraufhin verfügt, bis zum 11. Oktober die Spiele von Al-Dersimspor nicht mit Schiedsrichtern zu besetzen. Wie diese Partien gewertet werden, ist genauso offen wie die Strafen für Al-Dersimspor.
Am 11. Oktober wird der Fall nach Einhaltung einer 14-Tage-Pflicht vor dem Sportgericht verhandelt. Die Strafe könnte bis zum Ausschluss aus dem Spielbetrieb reichen. Der betroffene Unparteiische hat nach dem Vorfall vier Tage Zeit für einen Sonderbericht, diese Frist lief am Donnerstag ab. Am Freitag will das Sportgericht laut BFV dann «entsprechende Maßnahmen ergreifen», die bis zu einer vorläufigen Suspendierung von Al-Dersimspor führen könnten.
In der Vorsaison hatte es im Berliner Amateurfußball 150 Vorfälle gegeben, in denen Schiedsrichter verbal oder sogar körperlich attackiert worden sind. Laut Jörg Wehling, Vorsitzender des Berliner Verbandsschiedsrichterausschusses, gebe es für die rund 1600 Spiele pro Wochenende im Amateurbereich in der Hauptstadt nur noch 1100 Unparteiische. Fast 15 Prozent von ihren seien mindestens einmal im Jahr von Vorfällen betroffen gewesen. «Immer mehr Schiedsrichter stellen die Frage: Warum machen wir es?», sagte Willig.
Olympiastadion in Berlin
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 26. September 2019 13:26 Uhr

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