«Nur nach Hause» bleibt: Hymnen-Streit bei Hertha beigelegt

«Nur nach Hause» bleibt: Hymnen-Streit bei Hertha beigelegt

Nach dem massiven Fan-Ärger läuft das Team von Hertha BSC wieder zur Kulthymne von Frank Zander aufs Feld. Der Schlagersänger ist «erleichtert» und traut sich jetzt auch zu, die Gräben zwischen Vereinsführung und Ultras zu kitten.

Frank Zander

© dpa

Schlagersänger Frank Zander singt mit Band in der Ostkurve.

Frank Zander war die Erleichterung deutlich anzuhören. Nach dem Fan-Ärger um seine Hymne «Nur nach Hause» saß der Schlagersänger am Montag rund eine Stunde mit der Vereinsführung von Hertha BSC zusammen. Ergebnis: Der Kultsong wird wieder direkt vor Anpfiff der Heimspiele des Berliner Fußball-Bundesligisten beim Einlauf der Mannschaften gespielt - und so oft wie möglich auch live von Zander gesungen. «Wir haben es geschafft, die Hymne bleibt, wo sie ist. Die Fans werden sich freuen», sagte der 76-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

«Dickes B» als Einlaufmusik bleibt wohl einmalig

Hertha-Präsident Werner Gegenbauer, Geschäftsleitungsmitglied Paul Keuter und Zander hatten sich zuvor am Vereinsgelände getroffen. Die von Anhängern und dem Sänger selbst kritisierte neue Reihenfolge im Vorlauf der Spiele wird nach nur einer Partie wieder rückgängig gemacht. Am ersten Spieltag gegen den 1. FC Nürnberg am Samstag lief beim Einlauf der Teams noch das Lied «Dickes B» der Berliner Musikgruppe Seeed. Zander sang seinen Song hingegen gut zehn Minuten vor Anpfiff.

Gegen Mönchengladbach ist wieder alles beim Alten

«Sie haben wohl nicht gemerkt, dass sie in ein Wespennest gestochen haben, so eine Reaktion haben sie nie und nimmer erwartet», sagte der Sänger mit Blick auf den Verein. «Wir sind glücklich.» Er werde die Hymne auch vor der kommenden Partie der Berliner im Olympiastadion am 22. September gegen Borussia Mönchengladbach singen und voraussichtlich fünf- bis sechsmal die Saison auftreten, sagte er. Ende März 1993 hatte Zander erstmals die eigens komponierte Hymne live im Olympiastadion gesungen.

Die Entscheidung kommt einer Rolle rückwärts gleich

«Da wir immer das Bestreben hatten, gemeinsam mit Frank Zander das Stadionprogramm zu verbessern, haben wir nun eine Lösung gefunden, die alle Beteiligten glücklich macht», sagte Clubchef Werner Gegenbauer. «Die Hymne gehört zu unserem Club und wird jetzt durch Franks Präsenz noch verstärkt», erklärte Keuter, der beim Hauptstadtclub unter anderem verantwortlich für Kommunikation und Digitales.

Fans sangen trotzdem den Zander-Song

In einer Mitteilung auf der Internetseite «Förderkreis Ostkurve» hatten die Ultras der Harlekins Berlin ‘98 geklagt, dass die Änderungen ohne eine Einsingphase «ein herber Einschnitt in das Stadionerlebnis aller Herthaner» seien. Die Fans in der Ostkurve skandierten am Samstag «Vorstand raus» sowie «Keuter raus» und sangen beim Einlauf der Teams trotzdem den Zander-Song. Zander traut sich auch zu, diese Gräben zu kitten: «Ich kann die Verbindung wieder herstellen, zwischen den Hardlinern und der Geschäftsführung.»
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Nun heißt es wieder: «Nur nach Hause geh'n wir nicht.»

Der Club hatte seine Mitglieder zuvor über die Neuerungen informiert. Der Song von Seeed sei ein Lied, «mit dem sich jede Berlinerin und jeder Berliner identifizieren kann» und «welches die Verbindung von Hertha BSC zu Berlin unterstreicht», heißt es in der E-Mail, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 28. August 2018 08:20 Uhr

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