Deutsches Symphonie-Orchester

Deutsches Symphonie-Orchester

Vom Rundfunkorchester im amerikanischen Sektor zu Deutschlands führendem Avantgarde-Klangkörper: Das Deutsches Symphonie Orchester.

Young Euro Classics

© dpa

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Aller guten Dinge sind drei. Und dreimal änderte dieses Orchester im Laufe von 50 Jahren seinen Namen.

RIASSymphonie- Orchester

Als Nachkriegs-Radioorchester wurde es 1946 gegründet beim Rundfunk im amerikanischen Sektor (RIAS). Folglich taufte man es RIASSymphonie- Orchester. Die Amerikaner leisteten sich den Spaß, denn man wollte dem von den Sowjets gelenkten Berliner Rundfunk etwas entgegensenden. Erstes Aufsehen erregte das Orchester 1948 mit einem Gershwin-Abend unter Sergiu Celibidache, der gerade die Leitung der Berliner Philharmoniker an den von den Nazis geschassten Wilhelm Furtwängler zurückgegeben hatte.

Radio-Symphonie Orchester

Als die Amerikaner den Geldhahn in den 50er Jahren wieder zudrehten, wechselte das Orchester den Sender. Man schloss einen Vertrag mit dem neu gegründeten Sender Freies Berlin. Damit wurde es Zeit für den Namen Nummer zwei: Radio-Symphonie Orchester. Das hatte immerhin den Vorteil, dass die Initialen beibehalten werden konnten: RSO.

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin (DSO)

Bei der dritten Namensgebung ging das nicht mehr. 1993 erhielt es seinen heutigen: Deutsches Symphonie-Orchester (DSO). Seinen Namen machte sich das Orchester vor allem auf dem Gebiet der Avantgarde-Musik. Hierin zählt es zu einem der weltweit führenden Klangkörper.

Ingo Metzmacher wurde 2007 Chefdirigent des DSO. Er war als Nachfolger von Ferenc Fricsay, Lorin Maazel, Riccardo Chailly, Vladimir Ashkenazy und Kent Nagano der erste deutsche Dirigent auf diesem Posten. Nachdem Metzmacher aus Protest gegen Etatkürzungen sein Engagement nicht über die Spielzeit 2009/10 hinaus verlängerte, war das Orchester zwei Jahre lang führungslos. 2012 hat der Russe Tugan Sochijewist als Wunschkandidat der Musiker den Posten übernommen.

Quelle: Kulturverführer Berlin, 10. Auflage

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Deutsche Symphonie-Orchester Berlin  - Silvesterkonzerte
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Aktualisierung: 23. Januar 2020