Miriam Davoudvandi liest am 9. Dezember in der Bezirkszentralbibliothek Pablo Neruda aus “Das können wir uns nicht leisten”. Ein Buch darüber was es bedeutet, in Deutschland arm zu sein.
Um Jungs machte sie lange einen Bogen, denn Miriam Davoudvandi wusste, jeder Typ muss irgendwann ihre Wohnung von innen sehen: im schäbigen Sozialbau inmitten von Einfamilienhäusern, die vollgestellten Zimmer, das abgenutzte Bad. Die Scham, nichts bieten zu können und nicht dazuzugehören, prägte Miriam Davoudvandi spätestens seit ihrer Einschulung – und sie ist bis heute ein Teil von ihr.
Inzwischen ist sie sozial aufgestiegen und verdient mehr, als ihre Eltern es je taten. Ihr Fazit: Geld macht sogar sehr glücklich. Aber zu welchem Preis? Und welche Spuren haben ihre Erfahrungen hinterlassen? Ehrlich und berührend erzählt Miriam Davoudvandi, was es bedeutet, in Deutschland arm zu sein.
Armut lässt sich vielleicht bemessen. Zahlen helfen jedoch nicht zu verstehen, wie sich Armut anfühlt und was sie langfristig mit Menschen macht. Umso wichtiger ist es, Miriam Davoudvandis Geschichte zu hören. Sie spricht auch für all jene, die bisher keine Stimme hatten.
Miriam Davoudvandi wurde 1992 in Bukarest als Tochter einer Rumänin und eines Iraners geboren und wuchs in einer süddeutschen Kleinstadt auf. Sie ist freie Journalistin, Moderatorin und Autorin, wurde mehrfach ausgezeichnet und ist Host des WDR-Podcasts »Danke, gut«, in dem sie mit Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, über psychische Gesundheit spricht. Ihre journalistische Laufbahn begann sie mit Texten über Rap. Später war sie Chefredakteurin eines HipHop-Magazins. Heute erscheinen ihre Beiträge über Popkultur, Politik und Psyche in allen einschlägigen Medien. 2026 erschien im btb Verlag ihr Bestseller-Sachbuch „Das können wir uns nicht leisten“, in dem sie Armut in Deutschland thematisiert.
9. Dezember 2026 // 19 Uhr
- Bezirkszentralbibliothek Pablo Neruda
- Eintritt frei
- Anmeldung unter diesem Link