Als Katrin Aimee mit 13 Jahren ihre Lehrerin bittet, sich ein Mikrofon anzustecken, damit sie sie trotz ihrer starken Schwerhörigkeit verstehen kann, wird sie barsch zurückgewiesen – und Katrin verstummt beschämt. Denn sie hat längst verinnerlicht, dass sie als behinderte Frau zwar existieren darf, aber bitte keine Umstände machen soll. Mit großer Offenheit und analytischem Blick zeigt Katrin Aimee in ihrem Buch “Unüberhörbar. Gehörlos, weiblich, unbequem – über Ableismus, Wut und Widerstand”, wie strukturelle Diskriminierung wirkt und welche Veränderungen nötig sind, damit Vielfalt zur Norm wird.
Katrin Maag aka »Katrin Aimee« weiß aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, struktureller Diskriminierung ausgesetzt zu sein: Sie ist gehörlos und musste schon als Kind lernen, für ihre Rechte zu kämpfen. Als Psychologin arbeitete sie mehrere Jahre im Bildungssektor zu Diversität und Inklusion. Heute macht sie sich auf Instagram und TikTok für Feminismus und gegen Ableismus stark.
Moderation: Emine Kalali, Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e. V.
27. November 2026 // 19 Uhr
- Bezirkszentralbibliothek Pablo Neruda
- Eintritt frei
- Anmeldung unter diesem Link
- Dolmetschung in Deutsche Laut- und Gebärdensprache (DGS)
- Bei Nachfragen, Anmeldewunsch oder anderen Unterstützungsbedarfen melden Sie sich bitte bei Claudia Max (claudia.max@ba-fk.berlin.de oder 030 902 98 57 22)
Diese Veranstaltung wird gemeinsam mit “Kiez inklusiv! leben” durchgeführt. “Kiez inklusiv! leben” ist das Motto des Projekts „Teilhabeorientiertes Sozialraummanagement“. Es wird umgesetzt vom Verband für sozial-kulturelle Arbeit e.V. – Landesverband Berlin in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Soziales (SenASGIVA). Gefördert aus Mitteln der Europäischen Union (Europäischer Sozialfonds Plus) und des Landes Berlin.