Quer durch die Stadtteile Treptow, Kreuzberg, Neukölln, Tiergarten und Charlottenburg fließt einer der bedeutendsten innerstädtischen Kanäle in Berlin. Seit dem 19. Jahrhundert gehört die erste künstliche Wasserstraße von Berlin zum Stadtbild. Damals wurde mit der wachsenden Industrialisierung der Transportbedarf immer größer, Straße und Schiene reichten nicht mehr aus. 1841 erhielt deshalb der Stadtplaner und Gartenbaumeister Peter Joseph Lenné von König Friedrich Wilhelm IV. den Auftrag, einen neuen Transportkanal nahe dem damaligen Stadtgebiet zu entwerfen. Der Bau des 10,74 Kilometer langen Kanals startete 1845 und wurde 1850 fertiggestellt. Schon wenige Jahre später erwies sich der Landwehrkanal für den Transport von Baumaterialien für den schnellen Aufbau Berlins in der Gründerzeit als unverzichtbar.