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Eine Kultur des Erinnerns als kollektiv geteiltes Wissen

Stele aus Trümmersteinen von Gerhard Schultze-Seehof. 1954. am Max-Josef-Metzger-Platz
Stele aus Trümmersteinen von Gerhard Schultze-Seehof. 1954. am Max-Josef-Metzger-Platz
Bild: Mitte Museum

Für den Bezirk Mitte, Ursprungsort der Stadt, Machtzentrum, aber auch sozialer Brennpunkt, Zentrum der Wissenschaften und Kultur, Frontlinie im Kalten Krieg und symbolischer Ort der deutschen Einheit umfasst Erinnerungskultur naturgemäß ein breites Themenspektrum. Dabei sind gerade authentische Orte der Geschichte Ausgangspunkt für eine aktive Erinnerungspraxis. Das Erinnerungskonzept des Bezirksamts Mitte von Berlin möchte den vielfältigen Anlässen historischen Gedenkens gerecht werden. Geschichtsbewusstsein ist stets im Wandel begriffen. Das kritische Reflektieren dieses Prozesses ist die Grundlage der Arbeit des Sachgebiets Erinnerungskultur des Amtes für Weiterbildung und Kultur.

Das Sachgebiet Erinnerungskultur mit dem Mitte Museum nimmt an stadtübergreifenden Geschichtsprojekten teil. Es bearbeitet selbstgesetzte Themen in Form von Ausstellungen, Veranstaltungen, museumspädagogischen Projekten, Workshops, Vorträgen und Lesungen. Darüber hinaus gehen vom Sachgebiet Erinnerungskultur die Konzeption und Recherche zu Straßennamen, Informationstafeln und Gedenkorten aus.
Der Fachbereich Kunst, Kultur und Geschichte ist bemüht, unter Einbeziehung der Bevölkerung, der Schulen des Bezirks und in Kooperation mit Fachinstitutionen, einen Beitrag zur Auseinandersetzung mit historischen Prozessen zu leisten. Er fördert damit das Bewusstsein für die Tradition und die Besonderheiten der Region in einer kulturell vielfältigen und pluralen Gesellschaft.