Einzelpublikationen

Das doppelte 1968. Hoffnung – Aufbruch – Protest

Das doppelte 1968 - Buchcover
Bild: BAB

Die 1960er-Jahre standen weltweit im Zeichen des Kalten Krieges und der Blockkonfrontation. Gleichzeitig wiesen sie in Ost und West den Weg zu gravierenden politischen und gesellschaftlichen Veränderungen. Mit dem Jahr 1968 verbindet sich eine besondere historische Zäsur der deutschen und europäischen Nachkriegsgeschichte. Im Westen war 1968 eine vornehmlich von der jungen Generation getragene Bewegung, welche die bestehenden Verhältnisse infrage stellte und mit Forderungen nach gesellschaftspolitischen Umbrüchen Massenproteste gegen die politische Klasse initiierte. Im Osten ist das Jahr 1968 mit der gewaltsamen Niederschlagung des “Prager Frühlings” durch sowjetische Truppen verbunden. Das Ende des “Sozialismus mit menschlichem Antlitz” beendete zugleich die Hoffnungen der Menschen im gesamten Ostblock auf eine Reformierbarkeit der kommunistischen Diktaturen. Die Gleichzeitigkeit dieser unterschiedlichen Bewegungen prägte die folgenden Jahrzehnte in beiden Hemisphären Europas.

Die Beiträge der vorliegenden Publikation nehmen die Auswirkungen und gegenseitigen Einflüsse von Ost- und Westeuropa, die transnationalen Bezüge und systemübergreifenden Prozesse sowie den erinnerungskulturellen Umgang mit dem Erbe von 1968 in den Blick.

Bestelldetails:

Die Publikation ist im Buchhandel erhältlich oder beim Metropol-Verlag zu bestellen.

Das doppelte 1968
Hoffnung – Aufbruch – Protest
Robert Grünbaum (Hrsg.), Jens Schöne (Hrsg.), Heike Tuchscheerer (Hrsg.)
264 Seiten
Berlin 2019
22 Euro

ISBN: 978-3-86331-482-8

Herausgegeben im Auftrag
des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur,
der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und
der Deutschen Gesellschaft e. V.

Die DDR im Jahr 1982

Heike Hoffmann – Michèle Matetschk – Jens Schöne

Die DDR im Jahr 1982 (2018)
Bild: BAB

Die Publikation des Aufarbeitungsbeauftragten zeichnet nach, wie 1982 zum Schlüsseljahr für die weitere Entwicklung in der DDR wurde. Das Heft ist nicht nur deshalb bemerkenswert, weil es sich einem Zeitraum widmet, der bisher selten im Mittelpunkt der historischen Betrachtung stand. Außergewöhnlich ist vor allem, dass es die vielfach erhobene Forderung einlöst, die Generation der Nachgeborenen für DDR-Geschichte zu begeistern.

Denn die Publikation entstand als studentische Schreibwerkstatt im Anschluss an ein Seminar zur DDR-Geschichte an der Berliner Humboldt-Universität. Ein Jahr lang, von Juni 2017 bis Juni 2018, arbeiteten die drei Autoren gemeinsam an dem Manuskript. Die Studentinnen Heike Hoffmann und Michèle Matetschk, beide 1997 geboren, beschäftigten sich mit der außen- und innenpolitischen Situation im Jahr 1982. Ihr Dozent Dr. Jens Schöne, Stellvertretender Aufarbeitungsbeauftragter, verfasste das Kapitel zur Wirtschaftspolitik und koordinierte das Projekt.

Welche Ereignisse und Themen die drei Autoren in ihrem Buch besonders in den Blick nahmen, berichten sie in diesem Video:

Die beiden Autorinnen und der Autor über das Projekt (Video):

Die DDR im Jahr 1982 - Video

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Zum Inhalt der Publikation:

„Wenn eines in besonderem Maße über den Erfolg des Ganzen entscheidet, dann 1982.“ Dies stellte Erich Honecker bereits im Januar 1982 fest, und der Satz sollte sich wie ein roter Faden durch das Jahr ziehen. Zugleich machte sich unter der Bevölkerung der DDR allgemeine Ernüchterung breit. Doch statt sich der vielfältigen Probleme anzunehmen und dringend notwendige Reformen durchzuführen, unterdrückte die SED jeglichen Widerspruch. Das konnte nicht ohne Folgen bleiben. 1982 wurde so tatsächlich zum Schlüsseljahr für die weitere Entwicklung der DDR.

Bestelldetails:

Die Broschüre kann kostenfrei bestellt werden, postalisch oder per E-Mail.

Die DDR im Jahr 1982
Mit einem Vorwort von Tom Sello, Berliner Aufarbeitungsbeauftragter
76 Seiten
Berlin 2018

ISBN: 978-3-946939-34-4

Die Publikation wird herausgegeben in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.