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Ankunft im Alltag. Künstler im vereinten Deutschland

Pressemitteilung vom 27.04.2021

Online-Diskussion live bei YouTube am 4. Mai 2021 um 18 Uhr

Die deutsche Einheit war auch für Künstlerinnen und Künstler ein massiver Einschnitt. Die kulturelle Landschaft in Ostdeutschland wandelte sich nach 1990 grundlegend: Während viel Geld in den Wiederaufbau und die Restaurierung kultureller Vorzeigeobjekte floss, verschwanden Kulturhäuser und Jugendklubs. Ostdeutsche Kunstschaffende beklagten in erbitterten Bilderstreiten „koloniale Attitüden“ westdeutscher Museumsleiter. Gleichzeitig wurden aus der DDR stammende Schauspielerinnen und Schauspieler zu gesamtdeutschen Stars.

Die fünfte Veranstaltung der Reihe „Zukunftswerkstatt Einheit“ widmet sich der Entwicklung eines gesamtdeutschen Kulturbetriebs nach 30 Jahren deutscher Einheit. Zur Debatte steht unter anderem, wie sich das kreative Schaffen seit 1989/90 verändert hat und wie die Revolutions- und Transformationserfahrungen in Kunst und Kultur verarbeitet wurden und werden. Auch soll erörtert werden, wie vereint die Kunst- und Kulturszene heute ist und welchen Stellenwert die Kultur in Politik und Gesellschaft hat.

Darüber diskutieren am 4. Mai 2021 um 18 Uhr live auf YouTube:

Dr. Frank Hoffmann, Institut für Deutschlandforschung der Ruhr-Universität Bochum
Dr. Ulrike Lorenz, Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar
Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates e. V.

Es moderiert Jana Münkel vom Deutschlandfunk Kultur

Übertragen wird die Veranstaltung unter anderem auf dem YouTube-Kanal des Berliner Aufarbeitungsbeauftragten.

Eine Publikumsbeteiligung ist im Live-Chat auf YouTube möglich. Alternativ können Interessierte auch vor und während der Live-Übertragung Fragen per E-Mail schicken an: veranstaltungen@bundesstiftung-aufarbeitung.de

Die Podiumsdiskussion ist Teil der Kooperationsreihe „Zukunftswerkstatt Einheit. Hoffnungen – Veränderungen – Perspektiven“, die 2020 an den Start gegangen ist. Getragen wird die Reihe vom Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (BAB), der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Deutschen Gesellschaft e.V. Wegen der Corona-Pandemie sind im vergangenen Jahr mehrere geplante Veranstaltungen ausgefallen. Sie werden nun online als Livestream bei YouTube nachgeholt und durch weitere Themen im zweiten Halbjahr 2021 ergänzt.