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BABcast – Folge 8: Kalter Krieg, Militarisierung und Protest – Das Wehrdienstgesetz 1982 und die Frauen für den Frieden

BABcast-Cover Folge 8: Kalter Krieg, Wehrdienstgesetz 1982 und die Frauen für den Frieden

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Formate: video/youtube

In dieser Podcast-Folge sprechen wir über die Dynamik des Kalten Krieges Anfang der 1980er Jahre, die immer weiter zunehmende Militarisierung der Gesellschaft in der DDR und über die „Frauen für den Frieden“ in Ost-Berlin, die mit vielfältigen Aktionen gegen Krieg und Militarisierung protestierten.

Friedenswerkstatt in der Erlöserkirche Berlin: Barbe Linke, Katja Havemann und Gisela Metz (v.l.n.r.) am Stand der Frauen für den Frieden (3. Juli 1983)
Friedenswerkstatt in der Erlöserkirche Berlin: Barbe Linke, Katja Havemann und Gisela Metz (v.l.n.r.) am Stand der Frauen für den Frieden (3. Juli 1983)
Bild: Robert-Havemann-Gesellschaft/Werner Fischer/RHG_Fo_WF_061

Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre spitzte sich der Kalte Krieg immer weiter zu. In Ost und West rüsteten die Staaten und Verteidigungsbündnisse auf. Dagegen formierte sich gesellschaftlicher Protest. Eine DDR-weite Friedensbewegung entstand. Die „Frauen für den Frieden“ in Ost-Berlin sahen sich als Teil dieser Bewegung und wandten sich gegen Aufrüstung und die Militarisierung der Gesellschaft in der DDR. 1982 hatten sie sich zusammengetan, um gegen das neue Wehrdienstgesetz zu demonstrieren, das vorsah, im Mobilisierungs- und Verteidigungsfall auch Frauen in die allgemeine Wehrpflicht einzubeziehen. Die Militarisierung der Gesellschaft in der DDR erhielt damit eine neue Dimension.

Musik: Alexander Köpke und Maximilian Schöne, 2020

Anmerkung: Bei 31:29 spricht Andrea Bahr fälschlicherweise von Barbara Eichhorn. Es ist Barbara Einhorn gemeint: Die aus Neuseeland stammende Friedensaktivistin stand mit den „Frauen für den Frieden“ im engen Kontakt und plante ein Buch über die Friedensfrauen in Ost-Berlin. Die Stasi verhaftete sie im Dezember 1983.