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Aufruf zur Teilnahme an einer Umfrage zu SBZ- und DDR-Beständen in Berlin

Blick in einen Magazinsaal des Stasi-Unterlagen-Archivs in Berlin-Lichtenberg
Blick in einen Magazinsaal des Stasi-Unterlagen-Archivs in Berlin-Lichtenberg
Bild: Maximilian Schönherr, via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, https://bit.ly/3GzOd5l

Archive haben in den vergangenen drei Jahrzehnten in besonderem Maße zur Erforschung und Aufarbeitung der SED-Diktatur beigetragen. Für eine vertiefte Bestandsaufnahme dieses wichtigen Arbeitsbereichs und zur Unterstützung bei der Bewältigung der Herausforderungen moderner Archivarbeit hat der Berliner Aufarbeitungsbeauftragte das historische Forschungsinstitut Facts & Files mit der Erstellung einer Studie beauftragt. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Studie zur Archivierung und Dokumentation von SBZ- und DDR-Beständen im Land Berlin ist eine Online-Umfrage.

Archive, Dokumentationsstellen und Sammlungen in Berlin mit SBZ- und DDR-Beständen sind dazu aufgerufen, an dieser Umfrage teilzunehmen. Die Umfrage läuft noch bis zum 10. Juni 2022.

Folgende Fragen stehen bei der Erhebung im Mittelpunkt:

  • Welche Archivbestände (Schriftgut, Fotografien, Plakate, Filme und audiovisuelles Material) aus SBZ/DDR-Provenienz sind in Berliner Archiven vorhanden?
  • Wie sind diese Bestände überliefert worden?
  • Welche Bestandserhaltungs-, Erschließungs- und Digitalisierungsmaßnahmen sind seit 1990 erfolgt?
  • Und wo sehen Archivarinnen und Archivare aktuellen Handlungs- und Unterstützungsbedarf?

Das Vorhaben ist Teil eines übergeordneten Sachstandsberichts zur Aufarbeitung der SED-Diktatur im Land Berlin, der durch den Beschluss des Abgeordnetenhauses von Berlin Aufarbeitung und Folgen der SED-Diktatur evaluieren (Drucksache Nr. 18/0427) vom 6. Juli 2017 initiiert wurde und dessen Umsetzung dem Berliner Aufarbeitungsbeauftragten vom Berliner Senat übertragen wurde (Drucksache Nr. 18/0717).